Laufen bis zum „geht nicht mehr“!? (Teil 3 von 6)

»Bevor ich nun in der Ich- bzw. der „Conny-Form“ federführend über meine damalige Verletzungs-Odyssee berichten darf, möchte ich mich bei allen an dieser Kolumnenserie Beteiligten bedanken. Besonders über Knochenverletzungen wie die meine fand ich auch kürzlich, in der Vorbereitung auf diesen Artikel, im Internet nach wie vor wenig Hilfreiches. Meist sind es „Möchtegernspezialisten“, welche dort in Insider-Foren persönliche Meinungen kundtun oder aber – speziell in meinem Fall – meist Profitriathleten, mit derer Möglichkeiten der Rehabilitation sich „Normalo“ ganz einfach nicht vergleichen kann. Nun zurück zu jenem „Morgen danach“, den ich wohl nie mehr vergessen werde. Denn ich schrie spitz, als ich morgens, nichts ahnend das Bett in Richtung Badezimmer verlassen wollte. Der Fuß bzw. die Ferse war nicht mehr belastungsfähig und ein stechender Schmerz plagte mich vom ersten Schritt an.

Guter Rat ist … „Laufsportärtzlich“!

Als Held des Tages erwies sich mein Mann. Er meinte, nach einer „Ersten-Hilfe-Stunde“, er sei vormittags wieder aus dem Büro retour und hole mich ab. Er will nur kurz ein Meeting verschieben und „etwas organisieren“. Was ich nicht ahnte: Die Organisation galt mir. Ein Mitarbeiter seines Unternehmens war begeisterter Marathon- und Halbmarathonläufer und über einige „Beziehungstelefonate“ gelang es ihm, mir noch für 11 Uhr einen Termin bei einem der wohl renommiertesten Sportärzte unserer Region zu vereinbaren. Auch der „Onkel Doktor“, der auf den ersten Blick ebenfalls als Mitt-40er sehr aktiv wirkte, war, so erfuhr ich kurz darauf, Ex-Wettkampfläufer – sogar mit Leichtathletikjugend, der immer noch hobbymäßig lief. Wie wichtig es ist, sich quasi auch von „seinesgleichen“ bzw. „sportlichen“ Ärzten, Therapeuten und Alternativmedizinern „umsorgen“ zu lassen – allein aufgrund derer eigenen Erfahrung – wurde mir in den Folgewochen wohl eine Lehre für’s Leben.

Bestandsaufnahme samt „Heilungs-Lehren“ aus erster Hand …

Er untersuchte mein Bein – wobei er zahlreiche Bewegungs- und Belastungstests integrierte. Nebenbei bat er mich, ihm die ganze Geschichte zu erzählen. Anstatt mich zu schulmeistern oder mir die „Leviten zu lesen“, was ich eigentlich befürchtet hatte, meinte er stattdessen, ich solle mir bitte bloß keine Vorwürfe machen. Der Grund: Über 90% seiner Erstpatienten machten den Grundsatzfehler, die Abwesenheit von Schmerz im Alltag oder auf den ersten Laufkilometern mit dem Ausheilen einer Verletzung oder einer Überlastung zu verwechseln. Dann zeigte er auf meine Wade und meinte: Selbst wenn es um eine, in meinem Fall mit hoher Wahrscheinlichkeit „teilbeteiligte“ Muskelstrukturverletzung geht, sind 3 bis 4 Wochen Rehazeit bis zur vollen Belastbarkeit einzuplanen. Bei Sehnen- und Bandschäden, wobei er auf die Achillessehne zeigte, sprechen wir meist von 8 bis 12 Wochen – bei optimalem Therapieverlauf. Dann fuhr er fort …«

Die Fortsetzung? Aber sicher doch – in Kürze geht’s hier weiter!

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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