10 Tipps: Stärker sein im Leben dank gesteigerter Resilienz! (Teil 15 von 18)

Tipp 7: Reframing oder … Probleme in anderem Licht sehen! (Fortsetzung)
Simpelst ausgedrückt, geht’s beim Bedeutungsreframing also darum, eine Krise oder Probleme in anderem Licht zu sehen. Was ich vorhin mit „… eventuell mit einem entsprechenden Glaubenssatz bereits auf eine realistische Distanz gerückt …“ meinte? Ich empfehle Ihnen, sofern zeitlich machbar, auf jeden Fall die vorangegangenen vier Tipps VOR der nun folgenden Reframingübung auszuführen, um die Angelegenheit möglichst „real“, also tatsächlich SIE betreffend, wahrzunehmen. Übrigens kümmerte auch ich mich erst Freitag nachmittags um diese Resilienztrainings-Methode, wie Sie wissen nach einer erstklassigen „Darüber-Schlafnacht“, die „meine private Corona-Krise“ noch einmal um einige unnötige Sorgen erleichterte. Mehr zur Bedeutung meines konkreten neuen Freitagsmorgen-Glaubenssatzes „Es handelt sich um MEINE kleine, private Corona-Krise, die ICH meistern werde!“ erfahren Sie übrigens im nächsten Tipp. Ich empfehle Ihnen fürs Bedeutungsreframing ein leeres Blatt Papier, auf welchem Sie eine Tabelle skizzieren. Fragen Sie sich, in einer der Spalten, nach den äußeren, vermutlich an sich kaum zu ändernden „Belastungsfaktoren“, die eine Krise oder ein Problem für Sie, vorübergehend oder auch zukünftig, also vielleicht dauerhaft, voraussichtlich mit sich bringen werden. Konkretes Beispiel: „Hohe allgemeine Stressbelastung“. Anschließend bewerten Sie, in der Horizontalspalte daneben, Ihre bisherige Interpretation dieses Reizes – sowie Ihre Reaktionen darauf. Am Exempel von soeben ausgeführt also beispielsweise: „Der Stress macht mich völlig fertig! Ich fühle mich enorm belastet und hilflos, bin andauernd unkonzentriert und kriege nichts mehr auf die Reihe …“. Dann geht’s um eine weitere Horizontalspalte nach rechts, in der Sie mögliche neue und optimierte Auslegungen für denselben Reiz festhalten. Also zum Beispiel: „Die Krise könnte sich als DIE Chance erweisen, endlich meine ohnehin optimierungswürdigen Stress-Präventionsstrategien und die aktiven Maßnahmen zur Stressbewältigung auf Vordermann zu bringen … und DANN sehen wir weiter. Ich bin grundsätzlich sicherlich in der Lage, die Angelegenheit zu meistern. Die allgemeine und wohl unvermeidliche Stressbelastung durch die Situation ist die eine Sache, was diese aber mit MIR macht, eine völlig andere Geschichte, die ICH mitbestimme!“

Die Krise als DIE Chance für Optimierungen …

Im Anschluss geht’s erneut um eine Horizontalspalte weiter nach rechts, in welcher Sie die konkreten „To-dos“ für die neuen und/oder optimierten Reaktionen und Verhaltensweisen festhalten. Die Liste könnte sich, auf das vorangegangene „Stress-Beispiel“ bezogen, wie folgt lesen:

1. Immer wieder, bevor der Stress überhaupt „an mich rankommt“, entspannend-ausgleichende Naturspaziergänge in den Tag integrieren – den Ersten gleich nach dem Aufstehen!
2. Gezielte Supplemente wie Mag. Pfeiffer’s® Rhodiola Rosea einsetzen und so rasch als möglich eine kinesiologische Austestung bei Mag. Rudi Pfeiffer in Anspruch nehmen.
3. Nach Entspannungs-CDs, mit geführten Tiefenentspannungsinhalten und neuen, für mich geeigneten „Anti-Stress-Impulsen“, Ausschau halten.
4. Schlaffördernde Abendgestaltung und Nachrichten nur noch einmal pro Tag, idealerweise mittags!
5. Wenn der Stress zu viel wird, lieber früh genug „Nein, Danke“ sagen und bewusst regenerieren!

Ein weiteres „lockdown-spezifisches“ Beispiel: Der Belastungsfaktor „zu viel Leerlaufzeit“, verursacht durch einen (Auftrags)-leeren Terminkalender, könnte für eine Selbstständige rasch zum bedrückenden Gefühl der Selbstunwirksamkeit, das in Zukunfts- und Existenzängste und eine Negativspirale überleiten kann, führen. Andererseits könnte die Betroffene, nach einem systematischen Bedeutungsreframing schlussendlich feststellen: „Hey, das ist doch DIE Gelegenheit für ein Neuprojekt, das nicht nur Spaß, sondern auch Sinn macht! Außerdem könnte ich meine Kompetenzen, beispielsweise mit einem Webinar oder dem Heimstudium von Fachlektüre, gezielt erweitern …“. Ich denke, auch Ihnen wird wohl, anhand Ihres „Theoriekapitels“ sofort auffallen: Diese Resilienztrainings-Methode repräsentiert sich üblicherweise als „resilienzfaktorenübergreifendes Multitalent“. So wird meist nicht nur das Thema Stress-Prävention und aktive Maßnahmen zur Stressbewältigung quasi „an der Wurzel gepackt“. Das ganzheitliche Optimieren von Reaktionen und Verhaltensweisen kann sowohl zu realistischem Optimismus, zur notwendigen Akzeptanz gewisser, nicht zu ändernder Reize, als auch zur Erfahrung zukunftsorientierter Sinnhaftigkeit in Verbindung mit dem lebensfreudespendenden Gefühl von Selbstwirksamkeit führen.

„Nachhaltige Zukunftsinvestitionen“ per Bedeutungsreframing?

Was sich wohl ebenfalls, anhand der Beispiele von soeben, beinahe von selbst erklärt: Das Auffinden und Uminterpretieren von Belastungsfaktoren und das anschließende gezielte Optimieren von ungeeigneten Verhaltensweisen, eventuell sogar von „eingeschliffenen“, suboptimalen Gewohnheiten via Bedeutungsreframing, kann das Resilienz-Zusatzcredo „Die Krise als Chance“ manchmal par excellence realisieren! Vor allem die Erfahrung des bewussten Dazulernens geeigneterer Handlungsweisen und des folgenden, lösungsorientierten, fokussierten TUNS, kann zur klaren und erfreulichen Selbsterkenntnis führen: »Ich bin in der Lage, herausfordernde Situationen nicht „nur“ souveräner zu meistern – oft gelingt es mir sogar, aus diesen gestärkt hervorzugehen. Und selbst zukünftige Krisen und Probleme betrachte ich vielleicht erst mal als „Chancen zum Lernen und Weiterwachsen“, anstatt diese primär als Bedrohung anzusehen!«. Dass allein diese Grundeinstellung freilich das gesamte Leben oft nachhaltig positiv beeinflussen kann, liegt auf der Hand …

Teil 16 folgt in Kürze!

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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