10 Tipps zur erfolgreichen heimischen Isolation (Teil 10 von 12)

Tipp 8: Die Probleme- und Glücks-Lösungs-Sesselstrategie
Stammlesern dürfte die Grafik anbei „irgendwo her“ bekannt vorkommen. Korrekt! Es handelt sich um eine Variante der Illustration, welche den finalen, elften Part unserer im Mai publizierten Kolumnenserie „10 Tipps für’s traumhafte Ein- und Durchschlafen“ krönte. Im Artikel, den Sie unter dem Direktlink …

10 Tipps für’s traumhafte Ein- und Durchschlafen (Teil 11 von 11)

… finden, schrieben wir im zehnten Tipp von persönlichen „perfect News“, die zu süßen Träumen führen. Konkret ging’s dabei um die sogenannte Tages-Erfolgs-Journal-Mentaltechnik, bei welcher abends fünf bis zehn Highlights des jeweiligen Tages aus allen Lebensbereichen notiert werden. Doch kurz zurück zur Illustration. Weshalb gibt sich das „digitale Kunstwerk“ unseres Teamgrafikers dieses Mal wesentlich weniger „positiv leuchtend“, farblich zurückhaltender und insgesamt ernster?

Weniger „positiv leuchtend“, farblich zurückhaltender und ernster … wie das Leben?

Hand auf’s Herz: Auch Sie erfuhren bisher, dass sich das Leben an Tagen der heimischen Isolation gelinde gesagt nicht unbedingt von der Sonnenseite zeigt? Handelte es sich nicht eher oft von Sorge und Bange um die Zukunft geprägte Zeiten, bei denen sich kleine, größere und ernste Probleme fast tagtäglich dazugesellten? Und nun gilt es also künftig, ausgerechnet an den Abenden danach bis zu zehn „Highlights“ zu Papier zu bringen? Sogar wenn Sie das Szenario nur in Gedanken durchspielen, wird klar: Ihr innerer Kritiker wird Ihnen das Ergebnis, so „positiv, farbig und lebensfroh-lebendig“ es auch sein mag, sicherlich nur für wenige Minuten „abkaufen“? Exakt dieses flaue Gefühl im Magen bezeichnen manche Psychologen auch als „positives Denken, das krank machen kann“ – de facto entspricht eine „100% Sonnenscheinübung“ wie diese nämlich üblicherweise nicht der Realität und steigert eher die allgemeine Unsicherheit und eventuell die Unzufriedenheit ob der nach wie vor ungelösten Probleme.

„100% Sonnenscheinübung“ versus situativ geeignetere Alternative …

Eine somit auch für Sie vermutlich situativ geeignetere Alternative nennt sich die Probleme- und Glücks-Lösungs-Sesselstrategie. Dabei gilt es, idealerweise in der letzten Stunde vor dem Zubettgehen, zwei Sessel nebeneinander zu stellen. Sie beginnen auf dem ersten, der sich Glücks-und-Lösungs-Sessel nennt. Notieren Sie auf einem Schreibblock, exakt wie bei der Tages-Erfolgs-Journal-Mentaltechnik fünf Gründe, wofür sich der Tag trotz allem ein Dankeschön verdient hat und worüber Sie glücklich sind. Sie praktizierten eventuell ohnehin den im vierten Tipp erwähnten „Dankeschönabend“ bei Sonnenuntergang? Dann dürfen Sie bequemerweise freilich einfach Ihre dabei gefassten Gedanken niederschreiben. Als Nächstes geht’s weiter zum zweiten Sessel, dem Probleme-Sessel. Dort – und nur dort! – ist es erlaubt, Probleme beim Namen zu nennen, sowie diese kurz und prägnant zu Papier zu bringen. Achten Sie auf maximal fünf anstehende Unannehmlichkeiten und/oder ungelöste „Sorgenfragen“.

Gute Nacht … auch für den inneren Kritiker!

Abschließend geht’s noch einmal zurück zum ersten Stuhl, der nun Ihr „Lösungs-Sessel“ wird. Nomen est omen sind bündig und stichworthaft skizzierte Lösungsansätze oder zumindest mögliche Lichtblicke am Ende der jeweiligen „Tunnel“ angesagt, mit denen Sie auch Ihr innerer Kritiker sprichwörtlich friedlich schlafen lässt. Ein konkretes Beispiel: „Ja, die OP-Narbe schmerzt leicht und „juckt“. Der Chefarzt meinte aber bei der letzten Kontrolle im Spital, das könne eintreffen. In drei Tagen ist ohnehin der nächste Ambulanztermin – wenn es sich bis dahin nicht verschlimmert, bleibe ich tapfer und mache nichts!“ Als finaler vierter Schritt – Sie dürfen sitzen bleiben – lassen Sie noch einmal die Glücks- und Dankeschönliste Revue passieren und …? Erraten! Genießen Sie den restlichen Feierabend und gute Nacht!

Teil 11 erwartet Sie in Kürze hier!

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

Zurück zur Startseite