Coronavirus-Schutz per wissenschaftlich fundierter Handhygiene (Teil 2 von 9)

Eine Vorabinformation: Unsere nun folgenden Ausführungen basieren größtenteils auf den, per Redaktionsschluss dieser Artikelserie per Ende März 2020, gültigen Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die WHO repräsentiert die offizielle Koordinationsbehörde der Vereinten Nationen für das internationale öffentliche Gesundheitswesen. Ergänzend orientierten wir uns an den Vorgaben des „Centers for Disease Control and Prevention“ (CDC) – einer Behörde des US-amerikanischen Gesundheitsministeriums. Einige Details stammen aus, von der WHO und/oder CDC zitierten Studien und Datenbanken. Was Sie eventuell überraschen wird: Medizinisch gesehen, handelt es sich beim Wissen rund um eine, der Coronavirus-Problematik vorbeugenden Handhygiene, meist um „Old News“. Konkret: Dieses basiert zum überwiegenden Teil auf teilweise bereits in den letzten Jahrzehnten entstandenen, definierten und in Langzeituntersuchungen bestätigten Erkenntnissen, welche sich in jüngster Vergangenheit nur noch marginal veränderten.

Medizinische „Old News“ gegen neuartigen Coronavirus?

Drängt sich auch bei Ihnen somit logischerweise die Fragestellung auf, wie dieser quasi primär konservative Wissensschatz zur neuartigen Coronavirus-Problematik passt? Einfachst erklärt: Tatsächlich gilt das im Januar 2020 in China erstmals identifizierte Coronavirus (aktuelle Bezeichnung Sars-CoV-2 – vormals 2019-nCoV), sowie die dadurch verursachte Krankheit COVID-19 (corona virus disease 2019), als wissenschaftlich noch nicht vollständig erforscht. Allerdings gibt’s dank der intensiven, weltweiten Forschungstätigkeiten zu dieser Thematik sehr wohl zahlreiche Lichtblicke beziehungsweise „gesicherte“ oder zumindest aufgrund von Studien „mit hoher Wahrscheinlichkeit gesicherte“ Fakten. Dazu gehört, womit wir wieder direkt im Kernthema dieser Artikelserie landen, ein weitreichender „Parallelkurs“ zum bekannten Grippe-, respektive Influenzavirus, was die Coronavirus-Übertragung angeht.

Coronavirus-Übertragung: weitreichender „Parallelkurs“ zum Grippevirus …

Diese scheint bei beiden Viren in der Bevölkerung vor allem über die Tröpfchen- und Schmierinfektion zu erfolgen, was Experten zu denselben drei Hauptabwehr-Empfehlungen führt: erstens großzügiger Abstand zu Mitmenschen einhalten, zweitens niesen oder husten in die Armbeuge oder ein, sofort in einen geschlossenen Mülleimer zu entsorgendes Einwegtaschentuch und drittens regelmäßige, penible Handhygiene. Eine Anmerkung zur Infektion, die beispielsweise über das Anfassen einer Türklinke, die zuvor ein vom Coronavirus Infizierter berührte, geschehen kann: Nach aktuellem Forschungsstand stellt das Virus keinen lebenden Organismus dar – es zerfällt in der Umwelt und wird dabei zerstört. Wie lange dieser Vorgang dauert? In den meisten Studien ist von einigen Stunden die Rede, einzelne Untersuchungen behaupten jedoch auch „… vielleicht sogar mehrere Tage“. Am längsten scheint die Molekülstabilität des Coronavirus dunkles, feuchtes und kaltes Milieu aufrecht zu erhalten – dagegen inaktiviert UV-Licht die Viren scheinbar oft rasch. Was das Material angeht, auf dem sich das Virus befindet: Vor allem poröse Oberflächen wie Kleidungsstoffe verzögern, laut Experten, die Zerfallszeit.

Die Fortsetzung folgt in Kürze in Teil 3.

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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