Coronavirus-Schutz per wissenschaftlich fundierter Handhygiene (Teil 3 von 9)

Nun wie versprochen zur Initialkolumnen-Gretchenfrage, ob die damaligen „Großeltern-Gewohnheiten“, in Bezug auf die Handhygiene, den wissenschaftlichen 2020er-Standards genügen. Grundsätzlich verdient das klassische, gründliche Händewaschen mit Wasser und Seife zweifelsohne die Bezeichnung effektive Anti-Coronavirus-Strategie. Im Coronavirenfall ergaben bisherige Untersuchungen im Konkreten nämlich folgendes: Das Seifenwasser greift die Fettschutzschicht des Virus an – diese fällt quasi in einer Art Dominoeffekt in sich zusammen. Die restlichen Virusbestandteile werden schlussendlich in aller Regel einfach von der Haut gespült.

Regelmäßigkeit anstatt „Händewasch-Zeremonien“!

De facto definieren international anerkannte Gesundheitsexperten das penible Händewaschen mit Wasser und Seife seit Jahrzehnten als „… im nicht medizinischen Bereich ausreichende Maßnahme, um nicht nur diverse Verschmutzungen, sondern auch zahlreiche potenzielle Krankheitserreger zu entfernen beziehungsweise teilweise zu inaktivieren …“. Daran änderte sich auch mit dem Bekanntwerden der Coronavirus-Problematik grundsätzlich nichts. Im Normalfall gilt übrigens, dass behüllte Viren à la Coronavirus durch Seife teilweise inaktiviert und entfernt, unbehüllte Viren zumindest mechanisch von den Händen beseitigt, respektive abgewaschen werden. Handelten somit bereits Oma und Opa goldrichtig? Beinahe! Als aus wissenschaftlicher Sicht nicht mehr zeitgemäß gelten die damals oft hochgelobten „Händewasch-Zeremonien“ von manchmal über einer Minute. Mehrere repräsentative Studien der vergangenen Jahre zufolge sind – gründliches Vorgehen vorausgesetzt – im persönlichen Bereich 20 bis 30 Sekunden ausreichend, um die soeben genannten ästhetischen und hygienischen Benefits zu erzielen. Was sich jedoch speziell in jüngster Vergangenheit mehrte, war die Empfehlung vonseiten der Forscher, die Regelmäßigkeit der Handhygiene, im Vergleich zu früher, stark zu erhöhen. Im Klartext: die im ersten Teil dieser Artikelserie gelisteten Tagesfixpunkte des Händewaschens „… nach einem Toilettengang, vor den Mahlzeiten, nach dem nach Hausekommen von der Arbeit, dem Einkaufen oder einer Freizeitaktivität wie beispielsweise dem Wandern …“ stellen zwar nach wie vor ein solides Handhygiene-Fundament dar, sind jedoch normalerweise unzureichend!

Vor jedem Griff auf die Schleimhäute: Handhygiene bitte …

Grundsätzlich gilt es, sich möglichst niemals mit unreinen Händen auf die Schleimhäute zu greifen. Vereinfacht und sinnbildlich beschrieben meinen die Gesundheitsexperten damit primär den Kontakt von Fingern oder Händen mit dem Augen-, Nasen-, Lippen- oder Mundbereich. Klar lässt sich diesbezüglich, mit ein wenig Vorausdenken und Selbstdisziplin, beispielsweise bei Spaziergängen, Beachtliches bewerkstelligen. Doch beachten Sie: Aufgrund der in Teil 2 gelisteten Übertragungsmöglichkeiten gelten Ihre Hände jedes Mal als aus hygienischer Sicht „unrein“ sowie Sie zum Beispiel ein Geländer, einen Einkaufswagengriff, eine Türklinke, einen Schalter, ein Touch-Display oder eine Bankomat-Taste berühren! Und nicht vergessen: Ungeachtet der Zerfallszeit der Coronaviren können Sie im öffentlichen Raum normalerweise niemals feststellen, wann wer den Gegenstand oder das Inventar zuletzt anfasste. Anspruchsvoll wird die Situation für die Allermeisten spätestens dann, wenn sich plötzlich eine Wimper schmerzhaft in die empfindliche Augenregion verirrt, eventuell ein kleiner Mundwinkel-Hautriss „zwickt“ oder die Nase kitzelt … In diesem Falle, im wahrsten Sinne des Wortes, „sofort einzugreifen“ ist schließlich eine völlig natürlich-intuitive, menschliche Handlungsweise.

Teil 4 folgt in Kürze.

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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