Endlich wieder schmerzfrei gehen, wandern und laufen! (Teil 6 von 8)

»Gleich vier Läufer und eine „Wandersfrau“, die mich innerhalb von nur zwei bitterkalten Winterwochen aufgrund von Sturzverletzungen konsultierten. In drei Fällen war eine Operation ob der komplexen Knochenbrüche notwendig. Bei allen Betroffenen, so ergab eine interne Unfallanalyse, wären die verhängnisvollen „Eisplattenmanöver“ mit entsprechenden, dafür konstruierten Spikeschuhen, mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nie geschehen. Genau so „… letzten Endes teuer zu stehen …“, wie er selbst ironisch meinte, kam einem alpinen Newcomer sein Billig-Bergausrüstungs-Shopping in Fernost. Einer der dort gekauften Bergstöcke knickte kurz nach dem Gipfelsieg auf den ersten Abstiegsmetern in sich zusammen. Das Resultat: Meniskusverletzung. Mein Résumé? Wer ohne Reue aktiv sein möchte, sollte sich bewusst sein: Ausrüstungsqualität hat ihren Preis, doch ist sie oft verletzungsprophylaktisches Gold wert. Und Hand auf’s Herz … was „kostet“ der Verlust der Gesundheit?«

Verletzungsprophylaktisches Gold: Qualitätsausrüstung!

Schon während „unser“ Sportarzt den Satz mit dem OP-Thema aussprach, begleitete er diesen mit einem kopfnickenden Lächeln. Er hatte wohl die stirnrunzelnd-fragenden Blicke vonseiten unseres Redaktionsteams bereits vorausgeahnt. Kurz luftholend wechselte er sogleich zum nächsten Hauptthema dieser Artikelserie, nämlich dem „Fall der (Un-)Fälle“

»Tatsächlich war ich in den ersten Jahren nach dem Medizinstudium in der Unfallchirurgie eines Vorarlberger Landeskrankenhauses tätig. Doch wie ihr wisst: Mittlerweile bin ich seit langem in meiner kleinen Privatarztpraxis „zuhause“ und dort wird nicht operiert. Zumindest nicht in dem Sinne beziehungsweise Umfang, wie es dieser Begriff wohl landläufig suggeriert.

Dem „Fall der (Un-)Fälle“ professionell begegnet …

Was machten also diese Unfallopfer in meiner Ordination? Ganz einfach: Sie beachteten die „Notfallgrundregel #1“, welche ich allen meinen Patienten und hiermit auch den Lesern von Anfang an kommuniziere. Diese lautet: Außer bei Notoperationen gibt’s, nach der entsprechenden ambulanten Erstversorgung keine OP ohne ärztliche Zweitmeinung! Ich halte mir für solche Besprechungen, bei denen die Betroffenen freilich sämtliche Befunde mitbringen, tägliche Notfalltermine frei – auch meine Kollegen verfahren, soweit ich weiß, meist ebenso oder ähnlich. Der Grund: Es gibt sehr wohl ein ideales Zeitfenster für einen eventuell erforderlichen chirurgischen Eingriff nach dem Verletzungs-Malheur. Dieses erstreckt sich in der Regel jedoch über mehrere Tage, was dem Patienten oft sogar ein Drüberschlafen vor der Entscheidung erlaubt. Sie trifft nämlich freilich dieser stehts selbst. Meine Aufgabe ist es, ihm die aus meiner Sicht geeigneten Therapie-Optionen zur erläutern. Ist eine Operation unausweichlich, ist mir beispielsweise am liebsten, ein Kollege oder eine Kollegin mit entsprechender Spezialisierung bei chirurgischen Eingriffen im Verletzungsareal kommt zum Zuge. In vielen Fällen gibt’s jedoch auch nicht- oder minimalinvasive Therapiewege. Ist eine völlig konservative Behandlung möglich, sind, neben einer sportärztlichen Begleitung, vor allem die Physiotherapie, aber auch die Alternativmedizin mitentscheidende Erfolgsfaktoren.«

Teil 7 lesen Sie in Kürze hier!

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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