Fünf Physio-Tipps für ganzheitlich mehr Spaß am Sport! (Teil 2 von 12)

»Meine aus physiotherapeutischer, respektive verletzungsprophylaktischer Sicht ideale Vorstellung eines Aufwärmregimes? In etwa in der Art, wie ich es in der für mich unvergesslichen Artikelserie „Wanderbar fit, gesund und glücklich!“ letzten Sommer auf der Stadtapotheke Dornbirn Homepage unter …

Wanderbar fit, gesund und glücklich! (Teil 5 von 10)

… sowie …

Wanderbar fit, gesund und glücklich! (Teil 6 von 10)

… vonseiten eines pensionierten Sportprofessors nachlesen durfte. Im Klartext: allgemeine Aktivierung, Mobilisierung und sportspezifische, schonende Körpervorbereitung morgens – ein kurzes zweites spezifisches Warmup, unmittelbar vor der eigentlichen Trainingseinheit, beziehungsweise der körperlichen Aktivität. Leider disqualifiziert sich diese Antwort freilich durch das in der ersten Fragestellung implizierte „… trainingszeitmäßig knapp bemessene Freizeitsportler …“. Des Weiteren bin ich überzeugt, dass sich unter der Leserschaft zahlreiche Aktive befinden, welche sich in den vergangenen Jahren mit Christopher McDougalls Weltbestseller „Born to Run“ beschäftigten und folglich anmerken: Für die dort beschriebenen „besten und glücklichsten Läufer der Welt“ repräsentiert so etwas wie ein strukturiertes Aufwärmprogramm, vermutlich genau wie moderne Laufsportausrüstung, eine völlig unbekannte Komponente.

Die besten und glücklichsten Läufer der Welt … ganz ohne Aufwärmprogramm?

Höchst wahrscheinlich rekeln und strecken sich die „Wunderläufer“, ihrem natürlichen Bewegungsdrang folgend, kurz durch. Anschließend stehen, nach einigen Gehschritten, ein paar hundert Meter in entspanntem Trablauftempo an, bevor sie, je nach Tagesform, kontinuierlich allmählich die Geschwindigkeit steigern und bei Bedarf variieren. Obwohl mir mein eigener großer Abenteuersportreisetraum, irgendwann in den mexikanischen Copper Canyons persönlich die „Tarahumara“ zu besuchen, bislang verwehrt blieb, kann ich mir ausgezeichnet vorstellen: Exakt so läuft es, im wahrsten Sinne des Wortes, ab! Nun logischerweise die Gretchenfrage, ob dieses „Ureingeborenen-Kurzaufwärmprogramm“ sich auch hierzulande, beziehungsweise von mitteleuropäischen Aktiven, anwenden lässt. Die vielleicht überraschende Antwort: unter Umständen sehr wohl! Führe ich mich, in Anbetracht meiner allerersten Statements an dieser Stelle, in eine quasi „freiwillige Zwickmühle“ sondergleichen? Nicht unbedingt!

Natürlicher Bewegungsdrang und „unmenschliches“ Stillsitzen?

So stehen die Chancen, speziell für unter 35-jährige, welche sich in sanften Ausdauersportarten wie Laufen, Wandern, Walken, oder Schwimmen betätigen, äußerst günstig, auf ein ausgedehntes Warmup völlig verzichten zu können. Der Grund: Zwar gestaltet sich die Angelegenheit individuell unterschiedlich, doch an sich sind diese Bewegungsmuster dem Menschen sprichwörtlich in die Wiege gelegt – also de facto natürliche Aktivitäten. Was das Nicht-aufwärmen-Müssen außerdem begünstigt, ist ein Nachmittags- oder Abendtraining, da zu diesem Zeitpunkt die Körpertemperatur bereits wesentlich höher liegt als morgens. Der entscheidendste diesbezügliche Pluspunkt lässt sich jedoch zweifelsohne durch einen aktiven Life-Style außerhalb des Trainings, beispielsweise eine hauptberuflich ausgeübte, nicht zu sehr ermüdende handwerkliche Tätigkeit, erzielen. Denn der Hauptunterschied zwischen den Tarahumara-Läufern und unserer Zivilisation ist sicherlich, dass die Ureingeborenen ihren natürlichen Bewegungstrieb frei ausleben können, während wir zu an sich „unmenschlichem“ Stillsitzen erzogen und „konditioniert“ werden, was zu einer temporären Sportuntauglichkeit führen kann. Doch keine Sorge! Die Betonung liegt auf temporär …«

Die Fortsetzung folgt in Kürze.

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

Foto: © Andreas Kempter / www.kempter7.com/… – Die imposante Fotografie zeigt Jürgen Reis bei einem Berglauf, in unmittelbarer Nähe des Dornbirner Bödele. Das Natur-, Bergsport- und Wanderparadies ist, von der Innenstadt aus, in unter 20 Busfahrminuten erreichbar.

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