Fünf Physio-Tipps für ganzheitlich mehr Spaß am Sport! (Teil 5 von 12)

»Bei ungewohnten Trainingsbelastungen zerreißen oft mikroskopisch kleine Muskelstrukturen, sogenannte Filamente. Die entzündlichen Vorgänge, welche daraus resultieren können, tragen die Hauptverantwortung für jenes Phänomen, das wir als Muskelkater kennen. Normalerweise repariert unser Körper solche Mikrotraumen innerhalb von 48 bis 72 Stunden – im Idealfall zeigt sich der Muskel vor dem nächsten Trainingsreiz sogar belastbarer als zuvor. Nun zum damit verbundenen Problem mit klassisch-intensivem, statischem Stretching: Dieses bedeutet für die Muskulatur in erster Instanz einen zusätzlichen, physikalischen Stress. Speziell, wenn nach dem Workout ausgeführt, drohen dadurch noch umfangreichere winzige Muskelbeschädigungen. Das Resultat? Logisch! Die Regenerationszeit verlängert sich – der Muskelkater fällt vermutlich noch schmerzhafter aus. Somit ist klar, dass das nach wie vor oft hochgepriesene „Ausdehnen“ nach dem Training, wenn überhaupt, nur mit äußerster Vorsicht beziehungsweise viel Feingefühl, praktiziert werden sollte.

„Sport ohne Reue“ dank haltungskorrigierender Übungsreihen …

Zur Frage, was es mit dem viel gelobten Ausgleichstraining auf sich hat und ob dieses auch für Hobbyisten von Belang sein kann: Ich sehe bei neun von zehn Freizeitaktiven sehr wohl diesbezüglichen Handlungsbedarf, und zwar in Form von fixer Integration von haltungskorrigierenden Übungsreihen in die Trainingswoche. Wie vorhin bei meiner Antwort zur Aufwärmfrage angedeutet, reicht Sport allein meist leider nicht aus, unseren Fehlhaltungen generell begünstigenden Life-Style, auszugleichen. Manche Disziplinen, typisches Beispiel Rennradfahren, können bei vielen Aktiven sogar die Rundrückentendenz noch verstärken. Die erfreuliche Nachricht: Für Normalgesunde kann ein, an den Ruhetagen, drei bis viermal pro Woche absolviertes Ausgleichstraining à la „15 Minute Thoracic Mobility Workout“, auf erwähntem YouTube-Kanal „Man Flow Yoga“, bereits eine solide Basis liefern, die Haltungsproblematik in Schach zu halten. Wird eine Kurzversion eines solchen Workouts noch, wie vorhin empfohlen, ins Warmup-Regime integriert, erübrigt sich eventuell die Konsultation eines Gesundheitsexperten und/oder Sportphysiotherapeuten, da daraus „Sport ohne Reue“ resultiert.

Anstatt chronischer Rückenschmerzen, bitte früh genug zum Sportphysiotherapeuten!

Sollten sich jedoch trotz eines solchen autodidakten Regimes zunehmend hartnäckigere Verspannungen oder gar Schmerzen, primär nach dem Sport bemerkbar machen: Ich garantiere, es lohnt sich in den allermeisten Fällen, mit einem Experten ein individuell abgestimmtes Ausgleichstrainingsprogramm auszuarbeiten. De facto ist mit der Wirbelsäule nämlich nicht zu spaßen! Der Körper weiß intuitiv um die essenziell-zentrale Bedeutung dieses Areals für den gesamten Bewegungsapparat und schützt es, wann immer möglich, vor vorhersehbaren Verletzungen oder schwerwiegenden Dysbalancen. Eine seiner ersten „Lieblingsmaßnahmen der Wahl“ dazu, sind punktuelle Bewegungseinschränkungen, die sich leider rasch indirekt in chronische Rückenschmerzen verwandeln können. Zahlreiche Detailinformationen zu diesem Themenbereich finden sich übrigens auch unter …

Sitzende Probleme und aktive Lösungen! (Teil 1 von 10)

… sowie in einer meiner persönlichen www.AlternativMedizinPodcast.eu/… Lieblings-Podcast-Episoden auf …

Sendung 39: Ganzheitliche Rückengesundheit

Die Fortsetzung folgt in Kürze in Teil 6 dieser Kolumnenserie!

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

Foto: © Andreas Kempter / www.kempter7.com/…

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