Fünf Physio-Tipps für ganzheitlich mehr Spaß am Sport! (Teil 6 von 12)

»Bei welchen körperlichen Leistungsfaktoren verzeichnen wir mit dem Älterwerden normalerweise die deutlichsten Einbußen? Bei der Maximalkraft … oder vielleicht in der Schnellkraft? Beides Mal Fehlanzeige! Worin wir in der Regel mit den Jahren die ersten und massivsten Abbauprozesse verbuchen, sind unsere koordinativen Fähigkeiten. Allerdings bewiesen zahlreiche Studien in den vergangenen Jahrzehnten: Gezieltes Ausgleichstraining, welches ich allen über-30-Jährigen unbedingt ans Herz lege, kann diese natürlichen degenerativen Prozesse meist definitiv reduzieren. Für perfekt halte ich circa fünf tägliche Balanceminuten, idealerweise möglichst variantenreich auf einem Wackelbrett absolviert.

Fünf tägliche Balanceminuten als Altersvorsorge-Aktivität …

Logischerweise handelt es sich dabei auch um eine effektive Altersvorsorge-Aktivität, in Bezug auf die „Alltagsfitness“ im Seniorenalter. Nicht vergessen: Speziell bei Über-60-jährigen sind Stürze, oft mit Knochenbruchfolgen, die zumeist durch mangelhafte Gewandtheit und/oder reduzierte Reaktionsfähigkeit mitverursacht wurden, eine der häufigsten Unfallursachen. Eine interessante MP3-Audiocast-Episode zu diesem Thema findet sich übrigens ebenfalls auf www.AlternativMedizinPodcast.eu/… unter …

Sendung 44: Der Gleichgewichtssinn

Ausgeglichen trainieren mit der „Yin-Yang-Auswahl“!

Meinen dritten Tipp, in Bezug auf Ausgleichstraining für Freizeitaktive, nenne ich die „Yin-Yang-Auswahl“. Dieser fernöstlichen Theorie zufolge basiert das große Ganze schließlich auf Gegensätzen – anders ausgedrückt, auf Ausgleich. Was ich damit, auf den Sport übersetzt, meine? Gibt sich der praktizierte Hauptsport eher von der ausdauerseitigen und somit meist „weichen“ Yin-Natur, profitieren die Aktiven in den allermeisten Fällen von zwei bis drei „harten“, also Yang-lastigen Krafttrainingseinheiten pro Woche. Dabei empfehle ich generell, mit moderaten Gewichten beziehungsweise Widerständen und circa im 15-Wiederholungsbereich zu drei bis vier Sätzen, vor allem die Körperrückseite sowie die Rumpfmuskulatur zu trainieren. Konkret: Die Rückenstrecker, die Bauch- und Gesäßmuskeln, der untere Teil der Trapezmuskeln und die hinteren Deltoideusmuskeln sind oft jene „Problemzonen“, in denen beispielsweise Läufer, Radfahrer und Genusswalker, die empfindlichsten Defizite verzeichnen.

Leichte Bergwanderungen als idealer „Yang-Gegenpol“ …

Schwingt jemand andererseits im Fitnessstudio die Hanteln oder krallt sich, unter maximaler Körperspannung, an die Minigriffe einer Kletterwand, positioniert sich sein Sport auf der Yang-Seite. In den vergangenen Jahren stellte ich in diesem Fall immer wieder fest: Zumindest für Hobbyathleten bedeutet zusätzliches Ausgleichskrafttraining, welches über die im Vorangegangenen beschriebenen Gymnastikübungen hinausgeht, meist ein zu viel des Guten – allein schon, was die Zentralnervensystembelastung angeht. Wahre, im wahrsten Sinne des Wortes, ausgleichende Wunder können jedoch bei diesen Sportlern sanfte Yin-Ausdauereinheiten, drei bis viermal pro Woche ausgeführt, bewirken. Idealbeispiele dafür sind nicht zu intensives Schwimmen oder leichte Bergwanderungen in der ganzheitlich entspannenden Natur.«

Teil 7 erwartet Sie in Kürze hier!

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

Foto: © Andreas Kempter / www.kempter7.com/…

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