Ganzheitlich gesund im Homeoffice (Teil 4 von 12)

Zwei, indirekt die vorhin erwähnte Work-Life-Balance betreffende Faktoren, die sich im Homeoffice als enorme Herausforderung erweisen können, sind die fehlende, fixe Tagesstruktur, sowie das grundsätzlich private, heimische Umfeld. Denn schließlich wird im Unternehmen, von Pausen abgesehen, beispielsweise normalerweise von 8 bis 12 und 13 bis 17 Uhr fokussiert gearbeitet – auch Ablenkungsquellen sind meist rar. Dahingegen fehlt erstens zuhause der Vorgesetzte, welcher den verbindlichen chronologischen Rahmen vorgibt – auch Kollegen, die die Bürozeiten „mitleben“, existieren üblicherweise nicht. Zweitens arbeitet man nun einmal, selbst wenn das Heimbüro idealerweise in einem separaten Zimmer installiert wird, daheim. Dass sich dabei regelmäßig Gedanken wie „… haben wir noch genügend Milch bis Ende der Woche im Kühlschrank …“ oder „… wann beziehe ich eigentlich die Betten frisch …“ fragend ins Bewusstsein drängen, ist, aus psychologischer Sicht, absolut normal.

Per Wochenvorausplanung zum „Chef in eigener Sache“!

Schließlich konditionierten Sie Ihr Gehirn in aller Regel jahre- wenn nicht sogar jahrzehntelang darauf, dass innerhalb der eigenen vier Wände Privat-Organisatorisches, der Haushalt, regenerative Aktivitäten, die Mahlzeitenzubereitung sowie das genussvoll-gesunde Essen, eventuell auch die Familie, Haustiere und Hobbies oberste Priorität genießen. Allerdings gibt’s eine erfolgserprobte Technik, die auch Ihnen helfen könnte, sowohl die zeitliche Abgrenzung zum „normalen, häuslichen Alltag“, als auch Ihren Fokus für die Homeofficearbeit zu optimieren: die Wochenvorausplanung. Alles, was Sie benötigen, ist eine idealerweise möglichst ungestörte halbe Wochenendstunde, beispielsweise Sonntag nachmittags, sowie eine leere Wochenkalenderseite und einige verschiedenfarbene Stifte.

Vom „normalen, häuslichen Alltag“ zum Fokus auf die Homeofficearbeit …

Umrahmen Sie als Erstes mit rotem Kugelschreiber jene Zeiträume in den vertikalen Tagesspalten, in denen Sie ungestört arbeiten möchten. Bereits fixe Termine, wie beispielsweise das „Videokonferenz-Teammeeting“, jeweils montags und freitags um 10 Uhr, tragen Sie anschließend direkt in die so entstandenen Rechtecke ein. Provisorische, quasi als „Chef in eigener Sache“ anvisierte Wochenhighlights, wie zum Beispiel die Donnerstag nachmittags geplante „Abgabe des Huber-Offerts, sofern davor nichts Dringenderes aus der Zentrale eintrifft“, notieren Sie optimalerweise mit Bleistift. Dies erlaubt Ihnen nachträgliche Verschiebungen und Korrekturen, ohne dass der gesamte Wochenplan plötzlich unlesbar oder zu unübersichtlich wird.

Wenn die Arbeit getan …

Als zweiten Schritt wenden Sie exakt dasselbe Schema – diesmal mit blauem Kuli umrahmt und beschriftet – für die regenerativen Zeitzonen an, die Sie sich zur bewussten Erholung von der Arbeit gönnen. Gemeint sind dabei nicht die äußerst empfehlenswerten, kontinuierlich eingestreuten, kleinen Bewegungspausen, um welche sich der übernächste Teil dieser Artikelserie dreht, sondern die „großen“ Entspannungsphasen wie der Power-Nap mittags und vor allem der Feierabend. Speziell für beruflich hoch Motivierte gilt: Bitte den Tagesausklang früh genug planen, beziehungsweise für Sie erholsame, jedoch gleichwohl sinnvolle und ausreichend anspruchsvolle Aktivitäten dafür finden. Ansonsten steigt unweigerlich die Gefahr, dass bei einem zu langweiligen TV-Programm der Weg doch noch einmal ins Homeoffice führt. Zwar ist das, was die Grafik anbei skizziert, also das Studium von Fachliteratur zu später Stunde, bei Weitem nicht so schlimm wie das im vorangegangenen Kolumnenteil beschriebene Worst-Case-Szenario der PC-Nachtschicht. Dennoch gilt, selbst wenn hierbei im Ausnahmefall zwei Mag. Pfeiffer’s® Relax- und Schlafkapseln die Nachtruhe eventuell noch retten können: Schlafforscher warnen seit Jahren, aufgrund des dem Gehirn normalerweise signalisierten Spannungszustands, den dies mit Arbeit verbindet, vor damit provozierten, drohenden Ein- und Durchschlafstörungen. Auch in Bezug auf die Burnout-Prophylaxe sollten Sie bedenken: Perfektionismus, sowie die mangelnde Fähigkeit das Privat- vom Berufsleben zu trennen, gehören zu den häufigsten Verursachern des „Ausgebranntseins“!

Teil 5 erwartet Sie in Kürze hier.

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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