Ganzheitlich gesund, lebensfroh-inspirierend und erfolgreich in den Herbst – 10 Expertentipps (Teil 8 von 18)

Was mich während der Weihnachtsfeiertage wenigstens ein wenig zuversichtlicher stimmte, war die „nüchterne Zahlenbilanz“. Vier Offerte, die ich noch vor der „Konkursgeschichte“ erarbeitet hatte, waren mittlerweile zu Aufträgen geworden. Dies bedeutete fürs Erste Arbeit für das Team bis circa Mitte März. Definitiv wurde mir generell klar: Ich hatte mir seit dem 1998er-Oktober so einiges aufgebaut. Allein die Bestandskundenbetreuung konnte mir, bei optimalen Bedingungen, im kommenden Jahr 2001 sogar einen kleinen Gesamtjahresgewinn einbringen. Auch meine drei freien Mitarbeiter blieben damit voraussichtlich, zwar wesentlich weniger ausgelastet als bisher, aber doch zumindest zu einem gewissen Grad nach wie vor mit kontinuierlichen Tätigkeiten versehen, an meiner Seite. De facto war mein Lebensstil nicht allzu aufwendig, mein „größter Luxus“, wie ich es oft zu sagen pflegte, war die Wohnung, respektive primär deren Mietkosten. Und selbst wenn sozusagen „alle Stricke reißen sollten“, beziehungsweise Unvorhergesehenes Zusatzkosten verursachen würde, existierte ein ordentliches Sparguthaben, das unter anderem noch aus meiner Angestelltenzeit stammte. Auch meine Eltern, allen voran mein Vater, zeigten sich recht optimistisch: »Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um dich eventuell neu zu orientieren. Dauerhaft etwas zu machen, das dir nichts mehr gibt, ist sicher nicht die Lösung. Aber vielleicht findest du ja ein Projekt in den nächsten Monaten, für das dein Herz wieder brennt und das dich erneut voll motiviert …«, so sein Statement. Obwohl die Schlafqualität in manchen Nächten nach wie vor nicht optimal war, beschloss ich, fürs Erste diesen strategischen „Standby-Kurs“ einzuschlagen. Wer sich weiters nicht allzu besorgt gab, war mein Hausarzt, der mich seit Kindesbeinen an kennt. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung Anfang Jänner gab er sich „… insgesamt zufrieden …“, merkte jedoch an, ich wäre „… offensichtlich doch ziemlich gestresst …“. Damit hatte er garantiert recht! Die vergangenen Wochen, beziehungsweise das Forderungsverlusterlebnis und die gefühlte leichte aber doch spürbare Dauerbelastung durch die nun, zumindest langfristig unklare Zukunft, hatten die „jungunternehmerische Unbekümmertheit“ von zuvor zweifelsohne momentan völlig verdrängt. Worauf ich allerdings stolz war: Meine Ernährung, die vermutlich auch maßgeblich die prinzipiell erfreulichen Untersuchungsresultate mitverursacht hatte, war, trotz meiner eigenen Wohnung, sozusagen „im grünen Bereich“ geblieben. Ich hatte nämlich nicht nur nach wie vor, drei bis viermal pro Woche, die Vitalküche meiner Mutter genossen, sondern auch entsprechend für mich selbst gesorgt. So hatte ich an den anderen Wochentagen, respektive beim Mittag- und/oder Abendessen normalerweise auf Geschäftsessen, mit dem Team oder Kunden gesetzt, die ich in ausgewählten Dornbirner Innenstadtrestaurants zu mir genommen hatte. Dort war mir, was das „Vitalstoffniveau“ anging, die diesbezüglich gefühlt identische Qualität wie bei meiner Mutter sicher. Einziges Manko: die Ruhe im Elternhaus – Stichwort „… doch ziemlich gestresst …“ – war oftmals leider nicht gegeben.

„Standby-Kurs“, Urlaub und unbefriedigende Nachdenkmonate?

Die „Standby-Kurs-Entscheidungsoption“ fühlte sich zwar fürs Erste optimal an und ich dachte „… jetzt kann ich mich endlich einmal erholen …“, doch stellte sich, ähnlich wie vor Weihnachten, rasch wieder das hartnäckige Lebenskrisengefühl ein. Selbst in einem, schon im Herbst gebuchten Urlaub, den ich mir in der dritten Jännerwoche mit zwei Freunden dennoch gönnte, kam kein rechtes „Relaxt-am-Strand-Feeling“ auf. Wiederholt drängte sich die Gretchenfrage „Wovon erholst du dich da eigentlich?“ in den Vordergrund. Mein innerer Dialog drehte sich mehr und mehr um das langfristige „Quo vadis?“ und die klassische „Wohin-gehst-du-Frage“ beschäftigte mich ab und an wie bisher, allerdings nun noch wesentlich fokussierter als vorher, sogar nachts. Mich plagte eine Art von schlechtem Gewissen, wie ich sie noch nie zuvor gefühlt hatte. Mir war, als würde ich einen Teil meines Potenzials sozusagen „mutmaßlich und fahrlässig“ brach liegen lassen. Das Schlimme daran war, dass mich dieser Zustand konstant belastete und mir weiterhin enorm Energie raubte. Wiederholt erinnerte ich mich an Melanies Worte, in Bezug auf „… du wirkst irgendwie energielos …“ und merkte zugleich, wie ich von Woche zu Woche unzufriedener, innerlich leerer, schwächer und unsicherer wurde! Mir fehlten, was mir vor allem in den Tagen nach der Rückkehr aus den „Sonnenferien“ bewusst wurde, nun sogar die Herausforderungen der „Projektdeadlines“, die für das erfolgreiche Einhalten des Versprochenen, so manche Wochenendschicht erfordert hatten. Und freilich hatten wir dadurch auch im Team immer wieder den „Grund zum Feiern“ mit ausgiebigen Mehrgang-Abendmenü-Essen, in einem ausgezeichneten Dornbirner Naturküche-Restaurant genutzt, was nun ebenfalls nicht mehr der Fall war. Selbst die eine oder andere hitzige Auftragsverhandlung, die ich ohnehin meist ideal für alle Seiten lösen konnte, ging mir plötzlich ab. Auch das Schreiben der Webtexte fühlte sich nun zunehmend unerfüllend an. Ich wusste, dass ich quasi ein „Leben mit angezogener Handbremse“ führte und unbefriedigende Nachdenkmonate, mit durchschnittlich ein bis zwei definitiv suboptimalen Nächten pro Woche, wurden sozusagen zum „nun einmal derzeit zu erduldenden Dauerzustand“. Fest stand nämlich: Eine Antwort, respektive eine Endlösung fand ich, trotz der „hochfrequenten inneren Fragerunden“, leider nicht.

„Quo vadis?“ und ein Licht am Ende des Tunnels via Inge?

Inge! Als ich im April, kurz nach meinem 27. Geburtstag, meinen Eltern einen Spontanbesuch abstatten wollte, erwartete mich, vor der offensichtlich verschlossenen Eingangstür wartend, eine nachträgliche Gratulantin, die ich wohl seit gut einem Jahr nicht mehr gesehen hatte. Postwendend erfuhr ich den Hauptgrund dafür. Die Freundin meiner Mutter und als selbstständige Psychologin beinahe seit drei Jahrzehnten aktive „weise Frau“, wie ich sie schon in meiner Kindheit „betitelt“ hatte, erfüllte sich in den vergangenen Monaten einen Lebenstraum: Eine Weltreise, von der sie nun überraschend früher zurückgekehrt war. Die Eltern hatten sich zwar scheinbar riesig auf ihren, recht kurzfristig angekündigten Besuch gefreut, verspäteten sich aber nun für circa 20 Minuten, wie sie es soeben per Handy erfahren hatte. Da ich einen Schlüssel besaß, wurde ich freilich zum Gastgeber. Als die obligatorische Frage, die ich bereits erwartet hatte, nämlich „… was sich in meinem Leben so abgespielt hat, seit vergangenem Jahr …“ fiel, und sie auch gleich auf die Firma und meine Wohnung zu sprechen kam, war mir augenblicklich klar: Die ganze Wahrheit war gefragt! Erstens war alles andere – diese Erfahrung hatte ich schon gemacht, als sie damals für Bernhard und mich im „Babysitter-Einsatz“ war – bei ihr ohnehin zwecklos. Und zweitens ahnte und hoffte ich „via Inge“ definitiv plötzlich intuitiv auf ein mögliches Licht am Ende des Tunnels, beziehungsweise, dass sie mir vielleicht weiterhelfen konnte. Nachdem sie in aller Ruhe meine „Lebenskrisebeschreibungen“ angehört hatte, meinte sie spontan: »Warum kommst du nicht morgen bei mir in der Praxis vorbei? Durch die verfrühte Rückkehr habe ich diese Woche noch so gut wie überhaupt keine Termine und sollten dir meine Lösungsansätze zusagen, finde ich für dich garantiert die notwendige Zeit in den kommenden Wochen?«. Ich sagte sofort zu! Auch meine Eltern, die kurz danach eintrafen, waren offensichtlich erleichtert, ob meiner klaren Entscheidung.

Per „unspektakulärer“ Herangehensweisen zu „entscheidenden, kleinen Wundern“ …

Wie sich meine damalige psychologische Betreuung bei Inge gestaltete? Ich sage nur: Für mich überraschend entspannend und sozusagen „unspektakulär“. Sie stellte von vornherein klar, was mir einleuchtete, nämlich dass sie mir diverse Ratschläge geben und konkrete Techniken beibringen konnte, ich DEN Weg in ein „neues Leben“, sollte dies tatsächlich erforderlich sein, jedoch selbst finden musste. Allerdings wandte sie vielversprechend ein, hätten ihre Herangehensweisen schon „… in ähnlich situierten Fällen …“ mehrfach „entscheidende, kleine Wunder bewirkt“. Gleich beim ersten Termin erläuterte sie mir den Unterschied zwischen positivem und negativem Stress. Ohne den positiven Stress, oder „Eustress“, so meinte Inge, wäre unser Leben üblicherweise recht freudlos. Dieser lässt uns nämlich Herausforderungen erfolgreich meistern, hilft uns in „grenzwertigen“, aber realistischen Situationen durchzuhalten und wirkt sich leistungssteigernd und im Normalfall oft schlaffördernd aus. Was sie meinen Schilderungen entnahm, war exakt diese „Stressart“ in meinem Leben seit Dezember ins Hintertreffen geraten. Deshalb fühlte sich mein „Standby-Kurs“ nun auch zunehmend belastend an und ich sehnte mich mittlerweile sogar wieder nach „heißen Verhandlungen mit Happy End“ sowie „Deadline-Wochenendschichten“ und den verdienten Menü-Abendessen mit dem Team, als Erfolgsbelohnung hinterher. Auch, dass mir das Schreiben allein nun plötzlich „nicht mehr erfüllend“ erschien, war für sie ein deutliches Indiz auf ein generelles „zu wenig“ an Eustress. Beim „Distress“ oder negativen Stress kann, vor allem dann, wenn wir diesem zu lange ausgesetzt sind, unsere ganzheitliche Gesundheit maßgeblich leiden. Unter anderem sind Schlafstörungen, jedoch auch die von mir festgestellte „zunehmende Energielosigkeit“ mögliche Auswirkungen. Eine typische „Distress-Quelle“ liegt üblicherweise im Gefühl des Überfordertseins. Bei mir, so meinte die Psychologin zielsicher, wären die „hochfrequenten inneren Quo-Vadis-Fragerunden“ in ihren Augen garantiert ein primärer Distress-Auslöser, der wohl ebenfalls seit der „Kundeninsolvenzgeschichte“, mittlerweile chronisch überhandgenommen hatte. Aber auch mein Mangel an Eustress würde sich in diesem Zusammenhang, so ihre Erfahrungen, mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit zusätzlich negativ auswirken. In Bezug auf meine Schlafprobleme gab sie sich übrigens fürs Erste recht gelassen. Was Inge dabei vor allem beruhigte, waren meine diesbezüglichen Detailausführungen in Bezug auf die Leistungsfähigkeit untertags. In aller Regel war diese nämlich glücklicherweise meist unterm Strich fast identisch mit den optimal ausgeschlafenen Tagen. Ich startete zwar nach den suboptimalen Nächten des Öfteren ein wenig „morgenmuffelig“ und gönnte mir üblicherweise einen kurzen Mittagsschlaf – Summasummarum lag mein „Tagwerk“ aber oftmals im „grünen Bereich“.

Kombination aus „gezieltem Eustress“ und Mentaltechniken?

Äußerst interessant wurde es jedoch, als sie mir die Lösungsansätze schilderte: Kurz und prägnant war mehr Eustress angesagt, und zwar in Form von sinnvollen und gezielt eingesetzten, lebensfreudespendenden Aktivitäten. Was mir logisch erschien: Dadurch reduzierten sich quasi automatisch die „Distress-Zeiträume“ und die „Negativstress-Auswirkungen“. Zugleich würden wir dies mit ausgewählten Mentaltechniken kombinieren, beispielsweise um mein Erfolgsbewusstsein zu stärken. Auf diesem Weg, so prophezeite sie mir, sollte sich mittelfristig auch die „Antwort auf die Wohin-gehst-du-Frage“, beziehungsweise eventuell meinem weiteren Lebensweg eröffnen. Allerdings geschähe dies üblicherweise indirekt. Wie korrekt sie lag, konnte sie, wie sie mir später eingestand, zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht im Entferntesten erahnen. Denn indirekt führten „ihre Methoden“ sogar zu meiner allerersten kinesiologischen Austestung bei Mag. (Pharm.) Rudi Pfeiffer in der Stadtapotheke Dornbirn in gut vier Monaten!

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

Die Fortsetzung folgt in Kürze mit Teil 9.

Foto: © DORNBIRN TOURISMUS & STADTMARKETING GMBH

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Veröffentlicht / zuletzt aktualisiert im Oktober 2021
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