Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 10 von 48)

Ich denke, es versteht sich von selbst, dass ich dieses ungemein großzügige Mitarbeitsangebot ganz einfach annehmen „musste“! Konrad ist für mich längst nicht mehr „nur“ DER „digitalstresserfahrene“ Experte par excellence – im Endeffekt repräsentiert er für mich einen Pionier, einen Visionär und Mentor zugleich für diesen Themenkomplex. Und ich denke, wie es auch aus meiner Telefonats-Mitschrift des vorangegangenen Kolumnenteils klar hervorging, war er de facto von Anfang an bestrebt, mir diesbezüglich zur Hilfe zu stehen. Was nun diese Berichterstattung betrifft: Schon gestern Abend führten wir ein weiteres, übrigens sehr umfangreiches und mehrere Themen abdeckendes Telefonat, aus dem bereits weitere schriftliche Aufzeichnungen entstanden. Ich sage nur: Sie dürfen sich, in mehreren Praxistipps, auf einen exklusiven „Goldwertwissensquelle-Konrad Extrabonus“ – basierend auf seinen oftmals jahrzehntelangen Erfahrungen mit dem „Digitalstressthema“ und seinen, in aller Regel äußerst umfassenden Sichtweisen dazu, freuen. Darüber hinaus erwarten Sie – übrigens schon ab diesem Kolumnenteil – die Kernessenzen ausgewählter, genauso vonseiten Konrads sozusagen „öffentlich freigegebenen Seit-Februar-1994-Telefonaten“, die ich üblicherweise bereits zu jener Zeit mitnotiert hatte.

Doch um an dieser Stelle, wie vorhin versprochen, auf meine konkrete Konzepterstellung und -Umsetzung der „Digitalstress-Seminare“, überzuleiten: Diese fielen damals, wie ebenfalls im achten Kolumnenteil unter …

Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 8 von 48)

… angedeutet, 1994 für mich grundsätzlich definitiv noch unter die Kategorie „Digitalstress-Seminare in spe“, genau wie meine eigene selbstständige, hauptberufliche „IT-Seminartrainerlaufbahn“. Dennoch war ich nach dem Programmierkurs insofern motiviert, dass ich eine Art Seminarverwaltungssoftware für mich erstellen wollte.

Vom Programmierkurs zu „Siegfrieds Seminarplaner 1.0“!

Dank einiger wertvoller und spezifischer Ratschläge des Seminarleiters und einem Fachbuchtipp – ich kaufte mir das über 600-seitige Buch noch am Folgetag – machte ich mich am Wochenende nach Kursabschluss frischen Mutes ans Werk. Leider erwies sich das Projekt – zumindest für meinen C++-Einstieg – definitiv als zu anspruchsvolle Hürde! Zweifelsohne war Datenbankprogrammierung unter Windows mit C++ wohl kaum eine Anfängerebene – jedenfalls nicht für mich! DIE rettenden Tipps und Ideen folgten jedoch durch André, einen der „Vollprofiprogrammierer“ aus dem EDV-Unternehmen, mit welchem ich mich schon während der Lehrjahre angefreundet hatte. Er besuchte mich am Samstagnachmittag des Folge-Wochenendes. Eine knappe Stunde später sowie nach einigen finalen „Eigenregie-Programmierungsfeinschliffen“, die ich sonntags meisterte, hieß es schlussendlich: „Siegfrieds Seminarplaner 1.0“, so der Name der Software, war ab sofort einsatzfähig! Das Programm ist bei mir übrigens, in einer mittlerweile x-mal aktualisierten und optimierten Variante, nach wie vor im Einsatz – inklusive des Datenstamms von damals.

Der „ultimative Stress für Geist und Körper“, oder … „Digitalstress“?

Meine allerersten Dateneinträge, sozusagen „Konrad-inspiriert“, waren zwei Seminare mit den provisorischen Arbeitstiteln „Gesund bleiben am PC!“, denen ich je einmal, in Klammern geschrieben, „für Profis“, sowie „für Privatanwender“ anhängte. Mit „Profis“ meinte ich im Endeffekt eine Zielgruppe von Seminarteilnehmern, die beruflich mit dem PC arbeiteten. Dabei erinnerte ich mich freilich postwendend an die Unterhaltungen mit Konrad, die ich – ab dem ersten Programmierseminartag und auch an den Folgetagen – bei diversen, gemeinsamen Mittagessen, mit dem selbstständigen Programmierer geführt hatte. Als ich mir auch nur vorstellte, ich müsste stundenlang hoch konzentriert an einem Programmierprojekt arbeiten, mich quasi nebenbei von Junkfood und Kaffee verpflegen und hätte ständig die „tickende Deadlineuhr“ im Nacken, fielen mir dazu spontan sechs prägnante Worte ein: „Ultimativer Stress für Geist und Körper“! Für mich persönlich lag bislang – ob beruflich oder privat – das „äußerste Limit“, wie ich es beispielsweise schon bei den „Atari ST Einheiten“ im sechsten Part dieser Artikelserie unter …

Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 6 von 48)

… vermerkt hatte, üblicherweise bei gut einer Stunde pro „Computereinheit“. Auch bei meinem „Siegfrieds-Seminarplaner-1.0-Projekt“ hatte ich diese Grenze nicht überschritten. Zudem achtete meine Mutter seit meiner Kindheit auf eine äußerst gesundheitsbewusste und hochwertige Ernährung – Essen vor dem PC war ohnehin tabu. Der nächste „Konradgedanke“ führte mich, da im „Mittelpunkt des Geschehens“ freilich ein digitales Arbeitsgerät stand, zu „Digitalstress“. Daraus kreierte ich prompt einige Wortkombinationen wie „Digitalstressquellen“, „Digitalstressgefahren“ sowie schlussendlich „Digitalstress-Seminare“. In ein Datenbankfeld, das ich sozusagen „in weiser Voraussicht“ so definiert hatte, dass es sogar mehrere Seiten an Ideen beziehungsweise Rohtextnotizen fassen konnte, tippte ich sofort die „Wortinnovationen“ ein und fügte vor allem dem Wort „Digitalstress“ etliche Frage- und Rufezeichen an. Ich war mir nicht sicher, was es damit auf sich hatte, jedoch ahnte ich intuitiv, dass dies möglicherweise ein „großer Begriff“ – so mein erster Gedanke – sein könnte, über den ich noch weiter recherchieren, reflektieren und mit mich eventuell mit Konrad unterhalten sollte. Dann merkte ich, dass schon bei einem anschließenden Nachdenken über mögliche Teilnehmer, meine Ideen leider rasch ins Stocken gerieten. Zweifelsfrei war jemand wie Konrad ein Fall, für den sich vielleicht ein, mit sinnvollen Lösungsmöglichkeiten aufwartendes Weiterbildungsevent wie dieses lohnen würde. Allerdings war er zu jener Zeit wohlgemerkt der einzige derartige „Extremfall“, der mir bislang begegnet war. Selbst die „Vollprofiprogrammierer“ aus dem EDV-Unternehmen, wie der gut fünf Jahre ältere André, hatten in den vergangenen Jahren zwar sehr wohl einige Male über „Deadlineaction“ oder einen „… nervigen Programmfehler, der etliche Stunden kostete …“ geklagt – im Großen und Ganzen schien deren Work-Life-Balance jedoch absolut im „grünen Bereich“ zu sein.

Ein exklusives Problem selbstständiger Programmierer und „Hardcore-Computer-Freaks“?

Darüber hinaus vermutete ich, dass eine „Digitalstressproblematik à la Konrad“ grundsätzlich sicherlich auch in anderen Berufen, primär wohl bei Selbstständigen, mit Computereinsatz und vor allem bei (zu) stressigen Zeitdruckaufgaben, eintreffen könnte. Bei der Nennung konkreter Beispiele in meinem Umfeld musste ich aber passen. Erst recht „wild spekulativ“, wie ich meine Gedankengänge lächelnd und sofort zweifelnd-kopfschüttelnd bewertete, wurde es bei der Datenbankeintragung für das Privatanwenderseminar. So hatte ich beispielsweise im vergangenen Jahr von „Hardcore-Computer-Freaks“ gehört, die scheinbar endlose Stunden vor diversen PC-Anwendungen, allen voran jedoch vor Computerspielen und insbesondere vor den damals offensichtlich „brandneuen Ego-Shootern“ verbrachten. Der Lifestyle dieser „Extremisten“, wie sie ein Bürokollege im EDV-Unternehmen ab und an bezeichnet hatte, wies angeblich durchaus gewisse Parallelen zu Konrads „Computerarbeitsleben“ auf. So galt auch bei ihnen – den Erzählungen zufolge – ebenfalls ein äußerst bewegungsarmer Alltag, sowie eine „Direkt-vor-dem-Bildschirm-Ernährung“, die auf reichlich Kaffee, Knabbergebäck, Schokolade, Fertigpizzen & Co. basierte, als „in“ beziehungsweise „praktisch“. Definitiv leuchtete mir ein, war auch ein solcher „Zu-viel-vor-dem-Computer-Lifestyle“ – in „privater Angelegenheit“ – ein „ultimativer Stress für Geist und Körper“, oder eben „Digitalstress“. Allerdings vermutete ich hierbei, dass sich die Sache für die Betroffenen zuerst sogar noch „ganz toll“ anfühlt – die Folgen aber gewiss schwer wiegen könnten. Allein schon der Gedanke daran, dass ich, ob der „PC-Dominanz“ keine Zeit und Energie mehr hätte für meine Arbeit, die Freunde, die Bewegung – eventuell selbst der Schlaf zu kurz käme und ich, durch das generell ungesunde Leben, vielleicht krank werden würde … sicherlich eine Art „unterschwelliger und sozusagen ganzheitlich, brandgefährlicher Digitalstress“, so mein Fazit! Jedoch schweiften meine Gedankengänge quasi sofort zurück zu meiner anstehenden Aufgabe – der Seminarplanung. Da ich selber Gott sei Dank über „Null“ Erfahrung mit dieser Art von exzessiver PC-Nutzung verfügte, schien mir die „Seminarteilnehmerzielgruppe“ von „Hardcore-Computer-Freaks“ als „aktuell wohl nicht oder kaum existent“. Und sogar beim „Profi-Seminar“, so fand ich, war Konrad, als einziges „Realteilnehmerexempel in meiner Welt“, für einen selbstständigen Programmierer der wohl den Bogen deutlich überspannt hatte, als eine, gelinde ausgedrückt, „wage Basis“ für einen Seminarerfolg. Die gesamte ungesunde „Digitalstressproblematik“ – resümierte ich – erschien mir de facto doch ein recht „exklusives Problem“ zu sein und somit auch ein Seminar à la „Gesund bleiben am PC!“, zwar ein „netter Einfall“ war – aber vermutlich kaum gefragt.

Erneute Motivation durch Konrad und dennoch mangelndes Selbstvertrauen in Hinblick auf den Seminarerfolg …

Auch bei den Lösungsmöglichkeiten, über die ich referieren wollte, hatte „Siegfrieds Seminarplaner 1.0“, bei beiden Seminareventeinträgen, nur eine überschaubare Datenmenge, respektive Rohtextnotizen zu verarbeiten. Denn zwar dachte ich augenblicklich, dass sich eventuell, wie ich es auch im siebten Teil unter …

Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 7 von 48)

… vermerkt hatte, beispielsweise absolut ungestörtes und grundsätzlich auf eine einzige Aufgabe fokussiertes Arbeiten, sowie meine geliebten, regelmäßigen „Kopf-darf-wieder-frei-werden-Bewegungspausen“, als mögliche „Erfolgsschlüssel“ für manche Teilnehmer erweisen könnten. Selbst bei einigen Flugsimulationserfahrungen, insbesondere in Hinblick auf das von Heinz Gelernte, dachte ich mir, diese dürften sich vielleicht – entsprechend individuell adaptiert angewendet – als hilfreiche Praktiken entpuppen. Allerdings mangelte es mir, retrospektiv betrachtet, zu diesem Zeitpunkt – freilich auch mangels „echter Erfolgserfahrungen“ mit realen Seminarteilnehmern und Seminarteilnehmerinnen – definitiv noch an Selbstvertrauen, Überzeugung und Zuversicht. Auch was Konrads grundsätzliche Zusage vom letzten Programmierkurstag betraf, mich im Zuge seiner hoffentlich bald eintreffenden, zukünftigen Positiverfahrungen, über seine eigenen Lösungsansätze zu informieren, war fürs erste Abwarten angesagt. Er hatte mich zwar erst zwei Tage zuvor angerufen und mir die erfreuliche Nachricht überbracht, dass es mit der Büchereianstellung wohl fix geklappt hatte – zudem war der Umzug bereits in die Wege geleitet. Auch seine bestehenden Kunden hatte er, wie geplant, an ein EDV-Unternehmen übergeben. Selbst Termine bei einem Psychologen in seiner Heimatgemeinde, den ihm sein Freund Nils vermittelt hatte, standen schon im Kalender. So ermunterte er mich erneut und motivierend zu einem „Kopf hoch und dranbleiben“, in Hinblick auf meine „Gesund bleiben am PC!“-Seminare. Allerdings musste ich nun, da ich mich intensiv mit den konkreten Fakten auseinandersetzte, fürs Erste feststellen: Die Sache war mir offensichtlich doch eine „Spur zu viel“ beziehungsweise fühlte ich mich definitiv nicht wohl beim Gedanken, ein solches Event, beispielsweise bei meinen Vorgesetzten im Pflegeheim oder nach der Zivildienstzeit im EDV-Unternehmen auch nur anzusprechen. Ein „in ferner Zukunft“ an einem Weiterbildungsinstitut zu referieren, war damals ohnehin für mich kaum vorstellbar. Und erwähnte ich soeben, dass Konrad mich angerufen hatte, und fragten Sie sich möglicherweise im selben Atemzug, bezüglich meines vorläufigen Seminartitels „Gesund bleiben am PC!“, ob dieser nicht eventuell – in Hinblick auf das Thema „Digitalstress“ und meinen diesbezüglichen „Wortinnovationen“ – nicht auch Handy & Co. involvieren sollte? Die Angelegenheit ist tatsächlich rasch erklärt und erwartet Sie – sogar inklusive eines EDV-Referenten-Statements aus Deutschland – im nächsten Kolumnenteil.

Der elfte Teil folgt!

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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Veröffentlicht / zuletzt aktualisiert im Mai 2022
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