Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 19 von 48)

»Rein theoretisch und faktisch betrachtet, Siegfried, so bestätigte es mir auch der Psychologe, handelt es sich sowohl beim „Computerspiele-Jungen-Exempel“, wenn dieser beispielsweise in den nächsten Level aufsteigt, genau wie bei meinem Beispiel, wenn ich also ein „spätabendliches“ Programmierproblem löse, um ein Eustress-Erlebnis. Das Problem dabei kannst du dir sicherlich leicht ausmalen. Selbstverständlich war in diesem Zusammenhang auch die Tasse Kaffee bei mir noch ein „Faktor X“, den es grundsätzlich, aus meiner momentanen, persönlichen Erfahrung, schon mehrere Stunden vor dem zu Bett gehen, strikt zu meiden gilt! Doch selbst wenn ich diese „Koffeinzugabe“ wegließ und es sich bei der „Feierabend-Überstunde“ auch nicht um eine „Digitalstress-Monat-Mai-Ausnahmesituation“ handelte, merkte ich, dass der Programmiererfolg mich zwar temporär glücklich machte – um das einwandfreie Ein- und Durchschlafen wars jedoch meist geschehen! Meiner Meinung nach ist „digitaler Eustress“ nämlich im Endeffekt eine enorm einseitige Sache. Denn einerseits wird freilich der Geist auf Hochtouren gebracht und beispielsweise auch die Augen sind oftmals zweifelsohne äußerst gefordert. Allerdings bleibt, durch die, üblicherweise auf ein absolutes Minimum eingeschränkte „Vor-dem-Bildschirm-Sitzen-Arbeitsweise“, kaum eine Möglichkeit für körperliche Ausgleichsbewegungen.

Ob digitaler Eu- oder Distress: Per natürlicher Bewegungseinheiten zurück zum inneren Gleichgewicht!

Und exakt diese „überfälligen“ Aktivitätseinheiten nach den „digitalen Eustress-Erlebnissen“ – so meine These – sind es auch, die du in der Jugend, wie du es mir erzähltest, schon vor deinem „Atari ST“ sozusagen zu spüren bekamst. Ich bin mittlerweile felsenfest davon überzeugt, dass nach JEDER „PC Einheit“ – egal ob digitaler Eu- oder Distress angesagt war – zumindest leichte Bewegungsminuten folgen sollten, um das innere Gleichgewicht möglichst rasch wieder herzustellen. Kurz und prägnant: Die, meiner Erfahrung nach, normalerweise freigesetzte körperliche Energie des „Eustress-Erlebnisses“ will sinnvoll „verwertet“ werden – bei Disstress kann ein regenerativer Naturspaziergang pures „Nervengold“ wert sein, um quasi wieder „runter zu kommen“. Du warst damals mit deinem aktiven und auch nicht computeraffinen, persönlichen Umfeld sicherlich ein Musterbeispiel, an dem auch ich mich mit Erfolg orientierte. Auch Niels hat beispielsweise absolut keinen „Computernahebezug“. Ich erinnerte mich in den vergangenen Monaten oft, im wahrsten Sinne des Wortes lebhaft, an deine diesbezüglichen Anmerkungen, in Bezug auf das „Bewegungskind“ in dir, das sich nach „digitalen Eustresserlebnissen“ bemerkbar machte und sich nach körperlicher „Action“ sehnte. Genau dies ist – in meinen Augen – absolut natürlich und sollte eben auch entsprechend in die „bewegte Praxis“ umgesetzt werden! Mehr dazu findest du übrigens noch in meinen Aufzeichnungen im zweiten Script-Kapitel, das sich um die Lösungsansätze dreht und welches wir hinterher noch besprechen werden. Beim „Computerspiel-Jungen“, der an sich selbstverständlich auch, wie du damals, beispielsweise in Anwendungs- oder Programmier-Software „digitalen Eustress“ verbuchen könnte, ist das Szenario definitiv, gelinde ausgedrückt, noch „ein wenig“ komplexer. Du erinnerst dich vielleicht noch, als ich im Zuge des April-Telefonats von omnipräsenten, computerspiele-initiierten „digitalen Lebensstressproblemen“ sprach, die grundsätzlich – was ich soeben beim „Computer-Jungen-Beispiel“ andeutete – auch aus einem anderweitigen, privaten „Zu-viel-Computer-Lifestyle“ resultieren können. Der Ego-Shooter ist freilich – auch hier in Deutschland – wohl das prägnanteste Beispiel für ein „bitte nicht!“, weshalb ich die Sache auch in meinem Beispiel aufführte. Dass derartige, oftmals äußerst brutale „Actionfilme zum Mitspielen“, so jedenfalls meine Meinung dazu, meiner Ansicht nach niemals in ein Jugendzimmer gehören, kannst du dir vermutlich leicht ausmalen! Doch, wie ebenfalls im April erwähnt, gehe ich davon aus, dass die Computerspielehersteller ohnehin, inklusive höher und höher werdender Budgets für ihre zukünftigen Titel, vor allem auf massenmarkt-taugliche „Blockbuster-Spiele“ setzen werden.

„Actionfilme zum Mitspielen“ und „Schlafhormonprobleme“ vor dem Einschlafen mit weitreichenden Folgen?

Doch um beim „digital erfolgreichen Jungen vor dem PC“ anstatt vor der, an sich fälligen, „analogen Hausübungen“, um die Sache vielleicht so umfassend als möglich zu formulieren, zu bleiben: Mein Psychologe berief sich in diesem Zusammenhang sofort auf ein Gespräch mit einem Schlafforscher, das er vor Kurzem führen durfte. Der Experte berichtete diesbezüglich, dass zahlreiche seiner Patienten „nur“ dadurch besser schliefen, indem sie seinen Ratschlag beherzigten, vor dem zu Bett gehen auf den TV-Konsum – vor allem in Form von Actionfilmen oder Krimis – zu verzichten. Dabei würden die (zu) schnellen Bildabfolgen und teilweise nervenaufreibenden Szenen zu absolut unpassender Zeit sozusagen für „Aufruhr im Gehirn“ sorgen, was freilich den Nachtschlaf sabotieren kann. Und moderne Computerspiele wären im Endeffekt oftmals nichts anderes als „Actionfilme zum Mitspielen“, was somit diese aktivierende Beeinflussung, zu einer äußerst ungünstigen Tageszeit im Tag-Nacht-Rhythmus, noch verstärken könnte. Zudem wäre bereits seit Längerem bekannt, dass sich vor allem künstliches Licht, wie es auch von TV- und Computerbildschirmen ausgeht, die fürs „natürliche Müdewerden“ essenzielle, abendliche Melatoninausschüttung ins Blut negativ auswirken kann. Dies gilt freilich nicht nur für Computerspiele, sondern für alle Arten von „PC Einheiten“ zu später Stunde. Und nur zur Information, Siegfried: Nicht zu Unrecht wird Melatonin, so ergaben es auch meine diesbezüglichen Detailrecherchen, des Öfteren als „Schlafhormon“ bezeichnet. Mir fiel dabei auch sofort ein, dass du in einem Telefonat vom selbstverständlich auch für dich bedenklichen „Computer-Lifestyle in privater Angelegenheit“ sprachst. Du erwähntest etwas davon, dass sich die Sache für die Betroffenen zuerst sogar noch „ganz toll“ anfühlt – also im Klartext „digitaler Eustress“. In Wirklichkeit liegt jedoch – wozu ich dir absolut zustimmte – wenn in diesem Fall die Schule, vielleicht auch das soziale Umfeld und der Schlaf zu kurz kommen, eine Art „unterschwelliger und sozusagen ganzheitlich brandgefährlicher Digitalstress“, vor. Stell dir nur vor, der „Computerspiele-Junge“, vermasselt sich durch die „Ego-Shooterei“ auf lange Sicht den erfolgreichen schulischen Abschluss und in weiterer Folge seine Berufslaufbahn! Noch wesentlich prekärer, dies stellte der Psychologe ebenfalls klar, würde sich die Situation gestalten, wenn der „Computer-Bub“, wie er ihn nannte, ein Suchtverhalten in Bezug auf Computerspiele, eventuell auch die Computerbenutzung im Allgemeinen aufweist. Der Gesundheitsexperte versprach mir diesbezüglich aber, sich noch in den kommenden Wochen in den spezifischen Details mit diesem Thema zu befassen und mich auf dem Laufenden zu halten. Ich denke, da kann ich dir vielleicht schon in Kürze noch einige Fakten beisteuern, Siegfried.

„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne die Gesundheit ist alles andere nichts“ – gilt auch beim Thema „digitaler Eustress“!

Summasummarum kamen wir jedenfalls nach einigem Hin- und Herüberlegen zum Schluss, dass es wohl die simpelste Lösung, in Bezug auf die „digitale Eustressthematik“ im Rahmen von „Siegfrieds und Konrads Digitalstresslehre“ darstellt, wenn wir es wie folgt handhaben: „digitaler Eustress“ kann nur dann Sinn machen, wenn sich dieser grundsätzlich ganzheitlich positiv auf das gesamte restliche Leben auswirkt! Deshalb auch die Wortkombination „ganzheitlicher digitaler Eustress“, was im Endeffekt stets das Ziel sein sollte. So ist freilich auch die Tageszeit, zu der die „PC Einheiten“ stattfinden, prinzipiell einerlei. Unter diesem Gesichtspunkt ist, wie es mir hinterher bewusst wurde, auch mein Argument des „Programmieraufträge abwickeln und Geld zu verdienen“, das ich – als ich mich im April mit meinen „Zu-viel-Computerspielenfreunden“ verglich – als „Pluspunkt“ hervorhob, vor allem 1992 und 1993, retrospektiv betrachtet, quasi obsolet. Denn, selbst, wenn ich dabei „digitale Eustresserlebnisse“ am Laufenden Bande verbucht hätte: Im Endeffekt lieferte mir mein eigener Körper eben zunehmend den klaren Beweis, dass das sprichwörtliche „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne die Gesundheit ist alles andere nichts“, wohl letztendlich doch den Nagel auf den Kopf trifft. Wie du weißt, verursachten meine Computerangewohnheiten auch bei mir mehr und mehr „digitale Lebensstressprobleme“. Unterm Strich war es also bestenfalls „digitaler Eustress“, aber ganz sicher kein „ganzheitlicher digitaler Eustress“!«

Zweites Script-Kapitel mit Lösungsansätzen en masse …

Die restliche Gesprächszeit des soeben zitierten, über 30-minütigen, telefonischen „Digitalstress-Seminars in eigener Sache“ mit Konrad im Juli 1994, drehte sich übrigens primär um das zweite Script-Kapitel, das diverse Lösungsmöglichkeiten beinhaltete. Diese stammten teilweise von mir und Konrad hatte sie oftmals entsprechend optimiert und erweitert. Zum Teil kamen diese auch von seiner Seite, wobei er grundsätzlich stets auf eine möglichst breite Variationsvielfalt für zahlreiche Anwendungsszenarien achtete. Zum Teil kreierte mein deutscher Freund auch „Siegfrieds und Konrads Digitalstress-Kombinationslösungen“, wie er sie nannte. Kurzum: ein immens umfangreiches Sammelsurium an, bereits schriftlich skizzierten, Lösungsansätzen. Und Sie dürfen sich freuen! Nicht nur in meinen aktuellen „Digitalstress-Seminaren“, sondern auch in den zehn, folgenden Praxistipps, finden sich nach wie vor einige jener 1994er-Grundlagen – selbstverständlich in der neuesten „Version“ – wieder.

Zurückhaltender Start des „Digitalstress-Seminarprojekts“ und DIE kinesiologische 2007er-Austestung bei Mag. Rudi Pfeiffer als nächster „Lösungsmöglichkeitenlevel“ …

Ich denke, ob dieser doch recht umfassenden Schilderungen zu „Siegfrieds und Konrads Digitalstresslehre“, verstehen Sie nun auch, weshalb ich bereits in der Initialkolumne, beziehungsweise in der E-Mail-Nachricht, welche diese Artikelserie quasi initiierte unter …

Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 1 von 48)

… schrieb:

»Die Rede ist von „digitalem Stress“ – zwei Worte, die ich persönlich übrigens seit Jahrzehnten recht umfassend definiere … «

De facto wurde mir, auch dank Konrad, bereits im Sommer 1994 endgültig klar, dass „digitaler Stress“ oder eben „Digitalstress“ definitiv sozusagen einen „großen Begriff“ repräsentiert – allein schon, ob der zahlreichen möglichen Szenarien und freilich der „Digitalstressvarianten“. Sie fragen sich jedoch eventuell an dieser Stelle ob Konrads damaliger Wunsch, in Bezug auf den „chronischen Digitalstress“, der im vorangegangenen Kolumnenteil aufschien und er mit …

»DEN Lösungsansatz, den ich, genau wie meine Gesundheitsexperten hier in Deutschland, diesbezüglich als essenziell sehe, ist die „ganzheitliche Digitalstressprävention“. Für mich wäre es jedenfalls DER Traum, wenn ich dir, zum Beispiel für zukünftige „Digitalstress-Seminare“ einige Tipps für eine sozusagen ganzheitlich vorbeugende Strategie mit auf den Weg geben und vielleicht in den kommenden Jahren noch „feintunen“ dürfte. Fazit: Ein Win-Win-Szenario für ein „gesundes Leben MIT der digitalen Welt“ lautet DAS Ziel!«

… auf den Punkt brachte, in Erfüllung ging? Darüber hinaus: Gelang es möglicherweise sogar, sowohl mir selbst als auch anderen, von derartigen „akuten Digitalstressszenarien“ Betroffenen in meinem persönlichen Umfeld, Fälle, wie das im vorangegangenen skizzierte PC-Netzteil-Problem, von einem „stressig-energieraubenden“ Erlebnis in eine souverän bewältigte Herausforderung – inklusive „ganzheitlichem digitalem Eustress“ – zu verwandeln? Ich sage nur: Der Start des „Digitalstress-Seminarprojekts“ verlief, wie Sie es ab dem folgenden, 20. Kolumnenteil erfahren werden, sicherlich zurückhaltend. Ab meinem eigenen diesbezüglichen 2007er-Erfolg, aufgrund meiner allerersten, „digitalstressbezogenen“, individuellen kinesiologischen Austestung bei Mag. (Pharm.) und dem daraus resultierenden „Fünf-Schritte-Digitalstresslösungsplan“, von dem ich auch im 14. Kolumnenteil unter …

Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 14 von 48)

… schrieb, gings quasi auch mit konkreten Erfolgsszenarien, wie den soeben hinterfragten, sozusagen steil bergauf. In zwei Worte gefasst: es war definitiv der „nächste Lösungsmöglichkeitenlevel“! So viel sei verraten: Die Antwort lautet: in zahlreichen Fällen allerdings! Und ein Erfolgselement, wie es wohl auch schon zwischen den Zeilen des vornhin verlinkten Kolumnenteils klar hervorging, waren freilich auch weitere, „digitalstressbezogene“, individuelle kinesiologische Austestungen, was übrigens auch die Fotografie anbei symbolisiert. Und selbstverständlich – wie ich es prinzipiell ebenfalls schon im 15. Teil unter …

Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 15 von 48)

… versprach – erwartet auch Sie das „Erfolgswissen“ dazu, im weiteren Verlauf dieser Berichterstattung.

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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Veröffentlicht / zuletzt aktualisiert im Mai 2022
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