Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 27 von 48)

Bereits Konrads erste Idee erwies sich als Volltreffer! Da ich in jenen Wochen ohnehin ein Seminar für professionelle Bildbearbeitung absolvierte, dessen Wissen mir übrigens grundsätzlich noch heute – auch bei der Ausarbeitung und Optimierung der Grafiken und Fotos für diese Berichterstattung – enorm hilft, nutzte ich die Gelegenheit. Der Seminarleiter war, ich hatte dies schon bei der Kurseröffnung, im Rahmen seiner Vorstellung erfahren, seit über einem Jahrzehnt selbstständig – so sprach ich ihn auf meine diesbezüglichen „Visionsgedanken“ an. Die Sache führte postwendend zu einem gemeinsamen Mittagessen in einem exzellenten Dornbirner Innenstadtrestaurant, an einem Seminartagssamstag, der für mich zweifelsohne äußerst zukunftsweisend sein sollte. Rainer, so der Name des Trainers, gab mir eine ganze Reihe von dos and don’ts mit an die Hand, sowie mehrere Buchtipps. Ein Wirtschaftsmagazin, das sich auf zahlreichen Seiten dem Themenbereich „Chef in eigener Sache werden“ widmete, schenkte er mir sogar. Sofort bestellte ich die Fachbücher in einer Buchhandlung. Da mich jedoch im Oktober ohnehin leider die nächste „energielose Phase“ erwartete, die dieses Mal, vor allem aufgrund der Knieprobleme, mehrere Tage lang zur absoluten, freizeitsport-bewegungsmäßigen Spaßbremse wurde, investierte ich die Zeit in mein „Selbstständigkeit-in-spe-Studium“. Die Fachbücher, die von Kalkulation, Steuern, Versicherung sowie rechtlichen Aspekten über Marketing bishin zu Buchführung reichten, waren tatsächlich hoch informativ – dazu gesellten sich freilich Rainers Praxistipps und das Wirtschaftsmagazin. Nachdem die „energielose Phase“ – wie gehabt – einen guten Monat später, dank meiner mittlerweile fast zur Routine gewordenen, regenerativen Selbsthilfemaßnahmen und des Comebackvorgehens, per vorsichtiger Belastungssteigerung, „vom Tisch“ war, folgte quasi „Stufe 2“ meiner Praxisumsetzung. Ich vereinbarte – ebenfalls laut Konrads Ideensammlung und Rainers Kontaktinformationen – mit jenem Bereichsleiter am Weiterbildungsinstitut, der für die IT-Fortbildungen verantwortlich war, einen persönlichen Termin. Tatsächlich bestände „Jungtrainerbedarf“, so meinte er, als er sich meine „Vorerfahrungsgeschichte“ im Trainerbereich in aller Ruhe angehört hatte – und zwar ab nächstem September. Sowohl für Basis- und Fortgeschrittenenkurse zu Windows, diverse „Officeprogramm-Schulungen“ und vor allem im grafischen Bereich war er aktuell auf der Suche nach IT-Seminartrainern. Was, wie er zusätzlich betonte, ob der dieses Jahr „explodierenden Rechnerneuzugänge“ im WWW ein „höchst interessanter und wachstumsträchtiger Schulungsbereich“ werden könnte, war das Internet, wobei er freilich sofort auf meine „praxiserprobten“ HTML-Kenntnisse, die ich an sich nur nebenbei erwähnt hatte, verwies. Beim Thema „Digitalstress-Seminare“ meinte er abschließend spontan, er könnte sich dazu prinzipiell Samstagsvormittags-Kurse vorstellen. Dann könne – ob der Buchungszahlen und des Seminarteilnehmer-Feedbacks – entschieden werden, inwiefern die Sache „ankommt“. An sich hielt er das Seminarthema jedoch – selbst für „größere Events“ – für relevant.

Dank strategischem Vorgehen zum „ganzheitlichen Win-Win-Szenario“!

Nach dem „Daumen hoch“ meiner Eltern, das mir definitiv am Herzen lag, hieß es nun freilich, meine Pläne im EDV-Unternehmen anzusprechen. Gemeinsam mit meinen Vorgesetzten entschloss ich mich von vornherein für ein strategisches Vorgehen, das sozusagen ein „ganzheitliches Win-Win-Szenario“ für alle repräsentieren sollte. Konkret war geplant, dass ich bis unmittelbar vor meine ersten Seminare weiter in der Firma aktiv bleiben würde. Bis dahin standen, neben dem Abschluss meiner laufenden Projekte auch eine Übergabe meiner Tätigkeitsbereiche an zwei äußerst qualifizierte Kollegen an, die grundsätzlich von Anfang an fixiert waren. Eine spezielle Sondervereinbarung betraf den Präsentations- und Schulungsraum, den ich – sofern dieser frei verfügbar war – für „in Eigenregie“ veranstaltete Events mieten durfte. Zudem boten mir meine Vorgesetzten an, dass ich, als künftig externer IT-Seminartrainer, mit höchster Wahrscheinlichkeit sogar mehrmals jährlich, weiterhin im Unternehmen referieren könnte. Freilich eine Chance, die ich mir nicht entgehen lassen wollte! In den Folgemonaten absolvierte ich zwei trainerspezifische Seminare, die der Bereichsleiter am Weiterbildungsinstitut mir dezidiert empfohlen hatte. Außerdem buchte ich bei Rainer drei Kurse und mehrere Private-Coachings für Desktop-Publishing- beziehungsweise Layoutprogramme sowie den Bildbearbeitungsbereich. Last, but not least, studierte ich alles, was ich an Fachbüchern übers Internet nur in die Hände kriegen konnte. Zum Teil „flog“ mir Heinz diese Literatur sogar exklusiv aus den USA ein. Mein Ziel war, für ein möglichst breites Spektrum an künftigen Seminarvarianten gewappnet zu sein. Zugleich entstanden freilich fortlaufend konkrete Seminarkonzepte, -Skripten und Powerpointpräsentationen – auch Konrad war mir, was das fachliche „Vorabfeedback“ anging, eine enorme Hilfe. Was das Knie betraf: Was ich im Winter merkte, war, dass mir das Skifahren von vornherein Unbehagen bereitete. Mir war klar, dass ein Sturz eventuell zu einer weiteren Patellaluxation führen konnte – sicherlich war ich auch geprägt von den „Eisplattengeschehnissen“ des Vorjahrs. Nachdem Fabians Vater mich an einem traumhaften Sonntagnachmittag, mit einer Leihlanglaufausrüstung auf die Loipe auf dem Dornbirner Bödele „entführt“ hatte, war meine neue „Wintersportliebe“ jedoch definitiv rasch gefunden! Sowohl das intensive Naturerlebnis, der konditionelle Aspekt und vor allem die enorm knieschonende und sichere Fortbewegungsart – wie diese sich jedenfalls für mich persönlich anfühlte – sagten mir absolut zu. Schon in der Folgewoche kaufte ich mir meine eigene Langlaufausrüstung und war fortan auf diversen Langlaufloipen im Bereich Dornbirn und im Bregenzerwald aktiv. Zusätzlich meldete ich mich im Fitnesscenter an, um – außerhalb der Physiotherapien – beim gezielten Krafttraining „am Ball“ zu bleiben. Auch das Radergometertraining zuhause, das Finnenbahnlaufen und das Schwimmen im Stadtbad behielt ich bei. So gings auch mit der Kniegesundheit sprichwörtlich bergauf – neben dem Mountainbiken gelang im Sommer selbst das Bergtourengehen wieder recht souverän. Zwar benötigte ich nach wie vor meine Ruhetage und auch die möglichst optimale Gehtechnik, blieb sozusagen oberstes Gebot – dennoch konnte ich auch größere Touren üblicherweise relativ problemlos meistern. Nach meinen Seminartrainervorbereitungen und einer wohl mustergültigen Übergabe meiner Aufgaben im Unternehmen, startete ich schlussendlich, auch körperlich fit, per September 1997 meine entsprechend vorbereitete selbstständige IT-Seminartrainerlaufbahn! Was mir allerdings nicht erspart blieb, waren zwei weitere „energielose Phasen“. Zwar war ich, wie schon zuvor, beruflich während jener Zeit, wie ich es bereits im 24. Kolumnenteil unter …

Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 24 von 48)

… schilderte, kaum eingeschränkt. Dennoch merkte ich, dass ich sozusagen eben nicht „100%ig fit“ war und scheute in diesen Wochen intuitiv außerordentliche Herausforderungen und entscheidende Termine. Zweifelsohne litt unter meinem „Gesamtenergieniveau-Defizit“, wie ich es bezeichnen würde, auch mein generelles Selbstvertrauen, was mich freilich, gelinde gesagt, ab und an „ein wenig nervte“.

Umfangreiches Kursportfolio und die „Digitalstress-Seminare“ stoßen auf zunehmendes Interesse …

Neben den diversen Windows- und „Officeprogramm-Schulungen“, sowie meinen grafischen Seminaren, waren insbesondere der Internetsektor und die HTML-Kurse sozusagen „Superstars“ in meinem damaligen Kursportfolio. Auch dem Konzept eines „Digitalstressunterkapitels“, das mir bei den allermeisten Kursen definitiv passend schien, blieb ich treu. Dies führte oftmals erneut sogar zu dezidiert positivem Teilnehmerfeedback auf den Befragungsbögen, die es am Kursende auszufüllen galt, was freilich auch dem Bereichsleiter gefiel. Was die „Digitalstress-Seminare“, beziehungsweise die „Gesund bleiben am PC!“-Events an sich – deren Namen ich mit den Jahren immer wieder ein wenig abänderte – betraf: Selbstverständlich hatten sich Konrads Prognosen aus dem April 1994, die sich ab dem 12. Kolumnenteil unter …

Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 12 von 48)

… nachlesen lassen, teilweise prinzipiell schon realisiert. Und dies obwohl mein deutscher Freund damals wohlgemerkt das Internet grundsätzlich noch nicht mit ins Kalkül gezogen hatte. Beruflich war die „digitale Welt“ mittlerweile ohnehin längst bereits in zahlreichen Sparten präsent, die bis vor einigen Jahren noch als „rein analog“ galten. Doch auch die Notebook-PC-Hersteller setzten offensichtlich fortan nicht mehr nur auf betuchtes Geschäftsklientel als Hauptzielgruppe: Immer leichter, benutzerfreundlicher, leistungsfähiger, stylisher, dünner und preiswerter lautete die Devise, die die „portablen PCs“ auch für den Privatbereich zunehmend interessant werden ließen. „Normale“ PCs hatten ihr Schattendasein als „EDV-Enthusiastentool“ spätestens zu dem Zeitpunkt verlassen, als diese sich in den Verkaufsregalen von Discountern wiederfanden, die ich bislang primär als Lebensmittelhändler eingestuft hatte. „PCs für alle“ – so wohl oftmals das Motto. So war, gemeinsam mit dem Internet-Boom, klar: Selbst wenn es – retrospektiv betrachetet – noch ein gutes Jahrzehnt dauern würde, bis die Smartphones vielerorts sozusagen DEN „digitalen Durchbruch“ im „privaten Digitalstressbereich“ einläuten sollten, stieg das Interesse an diesem Thema, sowohl im professionellen als auch im persönlichen Bereich, von Jahr zu Jahr. Dies zeichnete sich auch bei meinen diesbezüglichen Samstagsvormittags-Seminaren ab, die mit den Monaten definitiv immer zahlreicher besucht wurden. Eine Anmerkung sei mir an dieser Stelle noch zum Themenbereich Smartphone erlaubt: Nachdem mir Rainer ein solches „Ur-Multifunktionshandy“ Anfang 1997 stolz vorgeführt hatte und es mir ein gutes Jahr später gebraucht zum Kauf anbot, da er sich selbst den Nachfolger wünschte, stand für mich fest: Das Gerät MUSSTE ich haben. Dabei nutzte ich jedoch das über 400 Gramm schwere Communicator-Handy mitsamt Aufklapptastatur grundsätzlich exakt so, wie ich mein Smartphone noch heute primär einsetze: nämlich zum Telefonieren per kabelgebundenem Headset, die eine oder andere SMS ab und an und dem Synchronisieren mit meiner Adress- und Terminkalender-Datenbank von „Outlook“ auf meinem Heim-PC. Zugegeben war die Sache damals sicherlich auch bedingt durch die – im Vergleich zu heute – mobile „Schneckentempo-Internetverbindung“, die zudem oftmals mit immensen Kosten verbunden war. Dennoch entwickelte sich dadurch, wie soeben angedeutet, eine Langfristgewohnheit, die ich persönlich als absolut positiv einstufe und von welcher eventuell auch Sie – entsprechend adaptiert angewendet – im Laufe dieser Artikelserie profitieren könnten!

„Kindercomputerspiele-Boom“, sinnstiftende IT-Seminartrainerjahre, die eigene Wohnung und eine weitere Knieverletzung …

Im März 1999 sorgte eine Malware, genau genommen war es ein sogenannter „E-Mail-Wurm“ namens „Melissa“ für Schlagzeilen und infizierte innerhalb kürzester Zeit tausende PCs – „Mega-Digitalstress“ auf breiter Ebene freilich inklusive! Für mich war die Sache ein klares Signal, dass Computervirenangriffe fortan selbst unbedarfte Privatanwender, ob des Internets und den Möglichkeiten, die sich dadurch auch den Cyberkriminellen eröffneten, jederzeit betreffen könnten. Außerdem las ich in c’t Berichterstattungen nicht nur über Abermillionen von Heimkonsolen inklusive unzähliger Spiele, die, wie Konrad es ebenfalls schon 1994 grundsätzlich vorausgeahnt hatte, weltweit die Wohnzimmer erobert hatten – scheinbar strebten die „Spieleindustriegiganten“ nach „noch höheren Zielen“. Konkret wurde mir, ob der Fakten klar – was bei mir definitiv zu sprichwörtlich „mächtig viel Wut im Bauch“ führte – dass Ego-Shooter, für Jugendliche und Erwachsene, tatsächlich nur noch ein Randthema darstellten – die „neue Hauptzielgruppe“ waren nun offensichtlich Kinder! Zudem wurden „Mitnehmgeräte“ zum Spielen – sogenannte Handhelds – inklusive Farbdisplay immer mehr „in“. Und zweifelsohne war der „fesselnd faszinierende Suchtfaktor“ – wie es Fachjournalisten dezidiert betonten – trotz der auf den ersten Blick „kinderfreundlichen“ Geräte- und Spielebezeichnungen – mitsamt der an sich niedlichen Animationen – oft erschreckend hoch! Der „Kindercomputerspiele-Boom“ schien auch zukünftig einen, aus meiner Sicht mehr als bedenklichen Millionenmarkt zu repräsentieren und ich wollte den Themenbereich unbedingt kritisch beleuchten. So entschloss ich mich, im Herbst, ein „Digitalstress-Ganztagsseminar“ auf eigene Faust im Präsentations- und Schulungsraum des EDV-Unternehmens zu veranstalten, das die Viren- als auch die Computersuchtproblematik mit involvierte. Da ich mich sowohl an professionelle als auch an private Anwender richtete, besuchten tatsächlich – wie Konrad es ebenfalls bereits 1994 vermutet hatte – auch Eltern und Pädagogen das Event. Unter den Interessierten befand sich – sozusagen als „VIP-Gast“ – der EDV-Bereichsleiter des Weiterbildungsinstituts – damals selbst Vater dreier Söhne zwischen fünf und zwölf Jahren. Der Kurs wurde ein voller Erfolg und fortan ein Highlight meiner de facto sinnstiftenden IT-Seminartrainerjahre, das ich üblicherweise viermal jährlich am Weiterbildungsinstitut abhalten durfte. Die erfreulichen „News“ des Jahres 2001 waren, dass Konrad und Hannelore heirateten und ich in meine eigene Wohnung zog. DER Tiefpunkt war aber zweifelsfrei eine weitere Patellaluxation im Sommer. Zwar hatte ich zuvor – abgesehen von meinen zwei „energielosen Phasen“ pro Jahr – mein Knie, wie oben beschrieben, recht souverän im Griff. An jenem Spätnachmittag kippte jedoch, nur wenige Gehminuten vom Wanderparkplatz entfernt, plötzlich eine große Steinplatte unter dem Wanderschuh, als ich darauf trat, zur Seite und ich rutschte – ähnlich wie auf der Eisplatte im Dezember 1995 – nach innen ins Kniegelenk. Die Luxation verlief glücklicherweise wesentlich glimpflicher als damals – eine OP war nicht erforderlich. Nach drei Wochen Intensivtherapie bei der Physiotherapeutin und viel Ruhe, mitsamt gelegentlicher Wassergymnastik im Waldbad Enz, war die Schwellung so gut wie verschwunden. Gott sei Dank hatte ich in dieser Zeit ohnehin „Seminar-Sommerpause“ am Weiterbildungsinstitut. Dennoch schwante mir in den Folgewochen, dass ich meinem Knie, obwohl mich auch die Physiotherapeutin sozusagen unfallhergangsbedingt aus der Schuld nahm, garantiert keinen Gefallen getan hatte. Es schmerzte nämlich nun leider immer mehr auch im Alltag und sogar ab und zu beim Fahrradfahren. Und auch auf die Gefahr hin, mich an dieser Stelle zu wiederholen, liegt es mir am Herzen, erneut zu betonen, dass sich mein gesamter Organismus wohl – insbesondere in dieser Zeitperiode – nichts sehnlicher gewünscht hätte, als eine kinesiologisch für mich ausgetestete, gezielte Supplementierung! Ich schrieb davon freilich auch schon im 25. Kolumnenteil unter …

Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 25 von 48)

Allerdings, was auch das „Visionsbild“ anbei illustriert, galt nach wie vor: „Etwas in der Art“ gabs damals leider allerhöchstens in meinen „kühnsten Science-Fiction-Träumen“.

Die Fortsetzung folgt in Kürze mit dem 28. Teil dieser Kolumnenserie.

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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Veröffentlicht / zuletzt aktualisiert im Juni 2022
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