Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 28 von 48)

Beruflich gesehen waren es zweifelsfrei erfolgreiche Jahre! Das Internet boomte, genau wie meine diesbezüglichen Seminare – Webdesignkurse waren zum Beispiel gefragt, wie noch nie zuvor. Einen weiteren „Kursportfolio-Superstar“ repräsentierten jedoch zunehmend auch meine „Digitalstress-Seminare“, bei denen ich teilweise in Folge begann, abwechselnd sowohl das für Privatanwender bestimmte Konzept, als auch jenes für professionelle Nutzer der „digitalen Welt“ auszuschreiben und umzusetzen. Eine Thematik, die ich, wie ich es vorhin erwähnte, schon 1999 im Auge hatte und zweifelsohne beide Zielgruppen betraf, war die der steigenden Cyberkriminalitätsgefahr aufgrund des Internets. Dem ebenfalls für Schlagzeilen sorgenden Loveletter-Computerwurm – Stichwort E-Mail-Betreffzeile „ILOVEYOU“ – aus dem Jahre 2000 folgten nämlich ab 2001 sogar Schad-Softwareprogramme, die sich ohne Benutzerinteraktion online verbreiteten. Die Kriminellen setzten dabei auf diverse Softwaresicherheitslücken. Ab 2004 tauchten auch die ersten Malware-Programme für mobile Endgeräte – primär für die damaligen „Ur-Smartphones“ – auf. Und auch bei den Computerspielen gingen die Hersteller – im wahrsten Sinne des Wortes – in die nächste Runde: Der Online-Multiplayer-Modus war aus meiner Sicht ab 2003 „in“. Dies bedeutete, dass man sich offensichtlich – übers Internet verbunden – mit hunderten Mitspielern in den virtuellen Spielewelten verabreden und freilich auch „digital vereint“ organisieren konnte, um sich beispielsweise mit einer „gegnerischen Gruppe“, die ebenfalls aus realen, übers WWW aktiven Spielern bestand, zu messen. Zweifelsfrei hob dies das Suchtpotenzial auf einen Level, den auch Konrad bei unserem April-1994er-Telefonat, konkret in den Kolumnenteilen …

Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 12 von 48)

… und …

Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 13 von 48)

… in dieser Art – mangels der damals nun einmal nicht angedachten „Option Internet“ – nicht vorausahnen konnte. Denn klarer Fall: Was ist „magisch anziehender“ als sozusagen eine „echte Verabredung“ mit anderen, realen Spielern?

Das Grundbedürfnis der zwischenmenschlichen Verbundenheit … per Internet und „Suchtpotenzial-Software“?

Schlussendlich kann man seine „Freunde“ nicht so einfach im Stich lassen! Exakt dieser „soziale Faktor der digitalen Welt“ repräsentiert heute freilich – wie Sie sich es nun vermutlich auch leicht denken können – in meinen Augen auch einen DER Kernpunkte, welcher die vielerorts omnipräsente „Zu-viel-Benutzung“ der „digitalen Welt“, primär jene der Smartphones, mit und weiter „antreibt“. Denn zweifelsohne ist zwischenmenschliche Verbundenheit – respektive seine Zeit beispielsweise mit seinen Freunden verbringen zu dürfen – ein prinzipiell natürliches, menschliches Bedürfnis. Allerdings wurde dies im Endeffekt schon damals, genau wie heute, von den Produzenten diverser „Suchtpotenzial-Software“ – wie ich sie verallgemeinernd bezeichnen würde, um nicht nur die Spiele zu integrieren – meiner Meinung nach oftmals schamlos ausgenutzt. De facto war, was ich auch in den „Digitalstress-Seminaren“ dieser Jahre bereits durchklingen hörte, der Punkt „zu viel im Internet“, zunehmend ein Sorgenfaktor, beziehungsweise ein Grund, weshalb teilweise auch besorgte Eltern und Pädagogen weiterhin regelmäßig meine Kurse absolvierten.

Omnipräsente Handys und mobil ins WWW … auf Kosten der Gesundheit?

Was den Internetboom definitiv zudem beflügelte, waren die kontinuierlich technisch ausgefeilteren, schnelleren und kostengünstigeren Anbindungen ans WWW – inklusive der konstant attraktiveren Datenguthaben, selbst im Privatbereich. Und auch auf dem Handysektor gings voran. Flächendeckender Netzausbau und purzelnde Preise standen am belebten Markt an der Tagesordnung. Spätestens mit UMTS zeichnete sich für mich 2002 ab, wohin sozusagen die „WWW-Zusatzrichtung“ der Angelegenheit führte. Zweifelsfrei sollten „omnipräsente Handys nur zum Telefonieren“ und mein „Ur-Smartphone“ – das ich nach wie vor „internetlos glücklich und zufrieden“ einsetzte – nur einen Anfang repräsentieren. Immer und überall rasant ins WWW lautete wohl die Zukunftsvision der Netzbetreiber! Zur selben Zeit stieß ich wiederholt auf Fachberichterstattungen, in denen Experten auf Studien verwiesen, die auf gesundheitliche Gefahren hindeuteten, welche offensichtlich mit der Handystrahlung zusammenhingen. Es schien, dass die Mobilfunkstrahlung die Entstehung von Krebserkrankungen begünstigen könne. Darüber hinaus ergab scheinbar eine Untersuchung, dass ein aktives Handy in Körpernähe, indirekt die Herzfunktion beeinflussen und insbesondere den Blutdruck erhöhen kann. Die Autoren des Berichts vermuteten dabei, dass der eigentliche Grund dafür eine gesteigerte Sympathikusaktivität repräsentierte. Kurz und stark vereinfacht erklärt: Der sogenannte Sympathikus ist Teil unseres Nervensystems und wird unter anderem bei Stresssituationen aktiviert. Ich schlussfolgerte daraus jedenfalls, dass Handys, beziehungsweise die Funkstrahlung die von den Geräten ausgeht, offensichtlich einen zusätzlichen Stressor von immensem Gefahrenpotenzial darstellen könnten. Auch Konrad bestätigte meine diesbezüglichen Bedenken. Ein Mediziner hatte kürzlich in der Bücherei einen Fachvortrag zu exakt diesem Thema abgehalten und über ähnliche Phänomene berichtet. Die Gretchenfrage lautete somit logischerweise: Ging das Motto der Mobilfunkbetreiber „omnipräsente Handys und mobil ins WWW“ letzten Endes auf Kosten der Gesundheit? So begann ich, vor allem in meine „Digitalstress-Seminare“, den Ratschlag zu integrieren, das Handy nur sparsam und ausschließlich in unbedingt notwendigen Situationen einzusetzen. Bei mir selbst stellte die persönliche Umsetzung dieser Sicherheitsmaßnahme übrigens ohnehin keine Umstellung dar. Ich telefonierte generell selten und am liebsten in aller Ruhe im Homeoffice, an meinem gewohnten, kabelgebundenen Festnetztelefon.

Digitale Spiegelreflex-Kamera und weitere „flugsimulationsbasierte“ Digitalstress-Lösungsansätze …

Meine eigenen „digitalen Evolutionen“ spielten sich übrigens weitestgehend abseits von Handy, Internet & Co. ab. Im Herbst 2003 gönnte ich mir eine brandneu erschienene, digitale Spiegelreflex-Kamera. Das Gerät war der erste Fotoapparat dieses Typs, der für unter 1.000 Euro in den Handel kam und eröffnete mir DEN Zugang zu einem Hobby, das ich noch heute begeistert praktiziere: das Fotografieren – am liebsten in der freien Natur. Und freilich profitierten davon indirekt auch meine Seminare im grafischen Bereich. An Weihnachten sorgte Heinz wieder einmal für den nächsten „Flugsimulationslevel“. Er überraschte mich mit einem „Airlinersimulator“, den ihm ein junger Co-Pilot empfohlen hatte. Tatsächlich ließen sich damit anhand realer Luftfahrtkarten, die Heinz ebenfalls mitgebracht hatte, äußerst realistische Flüge nach Instrumentenflugregeln durchführen. Beispielsweise gelang uns ein Airbus-Flug von Friedrichshafen nach Nizza, ohne jegliche Bodensicht, da die geschlossene Wolkendecke bei diesem „Flugabenteuer“ wenige hundert Meter über dem Boden begann und bis auf gut 1.800 Meter reichte. Definitiv ergaben sich auch aus diesen Flugsimulationserfahrungen, nach einigem Reflektieren – was auch gemeinsam, per Telefonat mit Konrad, geschah – erneut mehrere, eventuell adaptiert einsetzbare Lösungsansätze für meine „Digitalstress-Seminarkonzepte“. Bereits bei den nächsten, diesbezüglichen Frühjahrskursen zeigte sich: Wir hatten richtig getippt – die Ratschläge repräsentierten offensichtlich tatsächlich für zahlreiche Seminarteilnehmerinnen und -Teilnehmer sinnvolle, ursprünglich „flugsimulationsbasierte“ Digitalstress-Lösungsvarianten.

Jahrelang kontinuierlich zunehmende Knieprobleme und keine Lösung in Sicht?

Simultan zum beruflichen Aufwärtstrend dieser Jahre gings leider mit meiner Kniegesundheit quasi zeitgleich immer mehr bergab. Nun ja … um die Sache faktisch korrekt zu formulieren: Genau genommen ging beim Bergabgehen sozusagen kontinuierlich weniger. Nach der zweiten Patellaluxation im Sommer 2001, von der ich im vorangegangenen Kolumnenteil berichtete, war das Gelenk definitiv generell empfindlicher geworden. Vor allem der Herbst 2001 war – auch im Alltag – gelinde gesagt, „insgesamt knieproblematisch“ und oftmals mit Schmerzperioden verbunden. Nach einem ebenfalls noch eher kritischen Winter – ich war schlussendlich „nur noch froh“ um meine absolut knieschonenden Sportarten wie das Radergometertraining, das Gesundheitskrafttraining, das Langlaufen und das Schwimmen im Dornbirner Stadtbad – folgte 2002 zwar noch ein mehrmonatiger Lichtblick. Das Mountainbiken war nämlich wieder „drin“ – genauso das Laufen auf der Finnenbahn. „Hochsommerliches“ Schwimmen im Waldbad Enz war ohnehin ein problemloser Hochgenuss und sogar zwei Bergtouren gelangen. Allerdings merkte ich nach einer Wanderung, dass das Knie sowohl beim Bergabgehen – trotz aus meiner Sicht optimaler Gehtechnik – als vor allem auch hinterher mehrere Tage quasi andauernd schmerzte. Ein „Erlebnis“, das ich freilich künftig tunlichst vermeiden wollte, zumal es mich auch bei einem Seminar enorm störte! So war ab Herbst vor allem der Karren mit der Seilbahntalfahrt sozusagen meine „natürliche Knierettung“, die mich, ohne Reue, trotzdem die Berge genießen ließ. Ab 2003 wurde das Bergabgehen – trotz entsprechender Gehtechnik – zur grundsätzlich ganzjährigen „Knieproblem-Sondereinladung“. Oft schmerzte das Gelenk sowohl bei Wanderungen, die Abwärtspassagen erforderten, als auch in den Folgetagen. Und ab Herbst merkte ich sogar beim Mountainbiken und bei den Finnenbahnläufen, dass mein Knie mehr und mehr „zwickte“. Das Ganze verschlimmerte sich 2004 und 2005 zusehends, sodass sich das Kniegelenk selbst im Alltag, beispielsweise beim Treppenhaussteigen im Weiterbildungsinstitut, schmerzhaft bemerkbar machte. Folglich hatte ich an manchen Tagen de facto meine liebe Mühe, mich dennoch – sozusagen unbeschwert lebensfroh und topmotiviert-lehrend – auf meine Seminare zu konzentrieren. Somit erklärt sich auch von selbst, dass ich das vorhin erwähnte Fotografiehobby in diesen Jahren am liebsten im Rheintal und nicht in den Bergen ausübte. Noch prekärer wurde die Situation während meiner, zwei jährlichen „energielosen Phasen“, die mich auch in dieser Zeit erwarteten. Ich schrieb bereits im 26. Kolumnenteil unter …

Gefährlicher digitaler Stress oder sinnvoller Smartphone- und PC-Einsatz? 10 Praxistipps (Teil 26 von 48)

… in einer Zwischenüberschrift von »„energielose Phase“ inklusive Knieprobleme«, was fortan bedeutete, dass definitiv auch die Seminarteilnehmerinnen und -Teilnehmer zum Teil merkten, dass mir das Gelenk Dauerschmerzen bereitete. Die Schonhaltung und die Ausweichbewegungen waren, in diesen Zeiträumen, selbst beim aktiv-stehenden Referieren und beim Gehen, wohl de facto unübersehbar! Auch eine Konsultation bei einem Kniespezialisten im Herbst 2005 führte leider zu keiner, für mich optimalen Lösungsmöglichkeit. Fest stand, ob des Magnetresonanztomographie-Befundes, dass der Knorpeldefekt eine umfangreiche Operation erfordern würde. Dieser Eingriff hätte für mich, als nun einmal selbstständiger Seminartrainer, mehrere Wochen, eventuell auch wesentlich länger, eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bedeutet. Bis zur sportlichen Wiederbelastbarkeit war, nach der OP, ohnehin voraussichtlich ein volles Jahr „fällig“. Was sich für mich sozusagen am demotivierensten gab, war jedoch das sprichwörtlich „große Fragezeichen“, in Bezug auf den Langfristerfolg des erheblichen Eingriffs, das auch der Arzt einräumte. Denn erstens war wohl auch diese Operationsmethode, ähnlich wie jene, die nach der ersten Patellaluxation im Dezember 1995 als Option im Raum stand, offensichtlich nicht anhand von repräsentativer, positiver Langzeitergebnisse belegt. Und zweitens, räumte der Spezialist ein, dass mein derzeitiges multisportives Spektrum in den Zeiten, in denen es dem Knie besser ginge – Stichworte Karrenwanderungen, Schwimmen, Radfahren, Langlaufen und Krafttraining – doch recht beachtlich wäre. Kurzum stellte sich die Frage, ob meine Lebensqualität – vor allem auf lange Sicht – sowie meine sportlichen Möglichkeiten, tatsächlich profitieren würden. Er riet mir, wenn irgendwie realisierbar, in meinem spezifischen Fall, eventuell weitere konservative Lösungsansätze zu finden und anzuwenden. Auch die Physiotherapeutin war dieser Meinung. So entschloss ich mich zumindest noch abzuwarten und so „knieoptimal“ als möglich aktiv zu bleiben und auszuharren. Im März 2006 referierte ich einen Webdesignkurs am Weiterbildungsinstitut. Während eines programmier- und somit tippintensiven Vormittags, fiel mein Blick auf Britta, eine der „Webdesignerinnen in spe“ in der Teilnehmergruppe. Die Dame krempelte nämlich, während einer Tipppause, in welcher ich einige HTML-Befehle erläuterte, plötzlich den Ärmel ihres Wollpullovers bis in Oberarmhöhe hoch. Anschließend holte sie ein Döschen aus der Handtasche, öffnete das Behältnis und massierte ein wenig von der Salbe, die sich darin befand, behutsam an der Innenseite des Ellenbogens ein. Dann griff sie zu einem kleinen Gläschen, das ich als Homöopathikum identifizierte, wie ich es zuvor schon bei meiner Mutter gesehen hatte. Mehrere Globuli einnehmend, beendete sie, nach meinen Ausführungen, die Pause und tippte kurz darauf munter lächelnd und motiviert weiter …

Die Fortsetzung folgt mit Teil 29.

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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Veröffentlicht / zuletzt aktualisiert im Juni 2022
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