Jürgen Reis’ Profitipps für Ihren Aktiv- und Sporturlaub (Teil 4 von 7)

2. Das „Sporthotel“ als solide Basis
Warum die Anführungszeichen? Nun, auch ich absolvierte meine Trainingslager-Traumreisen bereits inklusive Hotels, welche tatsächlich speziell auf Sportler und Aktive ausgerichtet waren – beispielsweise auf Lanzarote. Klarer Fall: Ein solches ist, wenn verfügbar, das Optimum, da meist „Profibedingungen“, auch für Amateure und Hobbysportler, geboten werden. Die Kehrseite der Medaille? Sporthotels schränken nicht nur die Destinationenauswahl in aller Regel extrem ein. Für alle, die ohnehin außerhalb des Hotelgeländes ihren Sport ausüben, kann ein derartiger „Aktivurlaubs-Palast“ auch unnötige Mehrkosten verursachen. Denn zugegeben: Die Zimmerpreise sind in solchen Häusern oft ebenso „sportlich“ wie das Angebot. Die gute Nachricht: Mit ein wenig Vorausplanung von zu Hause aus und etwas Kompromissbereitschaft vor Ort, lässt sich meist auch ein normales Touristenhotel zum „Sporthotel in eigener Sache“ verwandeln.

Das „Sporthotel in eigener Sache“ …

Mehr zu zuletzt Genanntem, also der oft notwendigen Flexibilität, folgt in meinen dritten Tipp – doch was das Planen betrifft: Hier schließe ich, und zwar quasi in Bild und Text, nahtlos an meinen ersten Ratschlag an. Das Foto zeigt mich nämlich nur wenige hundert Meter von „meinem“ bereits beschriebenen Hotel in Ägypten – inklusive der Trinkwasserzugabe vom Chef persönlich. Zugegeben: Ein Gros der Auswahlkriterien verriet mir dabei die ortskundige Reisebüro-Mitarbeiterin. Sogar der Tipp mit dem „… eventuell möglichen Training mit selbst mitgebrachten Trainingsmitteln, unter dem Aussichtssteg direkt am Sandstrand …“ nannte sie mir dankenswerterweise vor der Anreise. Was ich außerdem gerne genehmigte war das Angebot, zu einem verschmerzbaren Aufpreis, ein Zimmer in der Suite-Kategorie zu buchen. Dies sicherte mir eine Matratze in Luxusqualität sowie eine ruhige Lage des Einzelzimmers – will heißen: auf’s Meer gerichtet. Denn, was vermutlich zwischen den Zeilen in Tipp 1 bereits klar wurde: Es handelte sich um ein zwar fast neues und tipptop gepflegtes, dennoch an sich normales Mittelklasse-Touristenhotel. Vor allem die Sport- und Trainingsmöglichkeiten im Hotelgelände waren – abgesehen vom superlativ riesigen Swimmingpool – kaum erwähnenswert.

Jugenddiskothek und Folklore am Swimmingpool oder … regenerativer Schlaf?

Ich denke, aus diesem Paradebeispiel kristallisierte sich bereits heraus, worauf es sich lohnt, schon vor der Buchung, durch entsprechende Detailrecherche, Wert zu legen. Denn klar ist: Selbst, wenn wie in meinem Fall, sogar der Chef sportaffin ist, bedeutet Urlaub für zahlreiche Hotelbesucher eben auch „Nightlife“. Nicht nur auf den berühmt-berüchtigten Partyinseln ist somit mit Jugend-Pooldiskothek samt „Nacht-Wasser-Action“ am Pool, Folkloreabenden & Co. ganz einfach zu rechnen. Was jedoch logisch ist: Will man, nach einem körperlich fordernden Tag, nach dem Abendessen nur noch todmüde ins Bett fallen und das Zimmer grenzt direkt ans Remmidemmi … Worst Case! Die elegante Lösung im Vorfeld erläuterte ich soeben. Apropos Bett und Hotelverpflegung: Mehr zum Thema Buffet & Co. folgt ebenfalls in meinen noch folgenden Tipps, doch meine Erfahrung mit Essens- und Bettenqualität ist klar. Der „entscheidende Stern mehr“ oder auch nur eine bevorzugte Zimmerkategorie kann hier DEN Unterschied zwischen einem gerade noch akzeptablen oder eben dem ganzheitlich perfekt geglückten Sporturlaub ausmachen.

Die Fortsetzung folgt in Kürze hier!

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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