Mentale Stärke einfach und praxisgerecht – 10 Expertentipps (Teil 14 von 24)

Tipp 1: Mentale Stärke als ganzheitliches Konzept (Fortsetzung)
So viel sei verraten: Es klappte! Jürgen Reis antwortete mir bereits am Folgetag und bat mich um etwas Geduld für eine entsprechende Vorbereitung eines Telefonats. Schlussendlich rief er mich jedoch heute Vormittag an und beschenkte mich mit einem fast einstündigen „Exklusivcoaching“ für diese Kolumnenserie! Es erwartet Sie somit ab dem nächsten Kolumnenteil eine zusätzliche Expertenstellungnahme vonseiten eines Berufssportkletterers, 5-fachen Sportfachbuchautors, Podcasters und Private-Coachs!

Eine an sich ernste „Schultergeschichte“ mit nachlässigen Lösungsansätzen?

Allerdings möchte ich zuvor noch auf meine, nun schon wiederholt genannten „Fehler von damals“ in Bezug auf diesen ersten Tipp, eingehen. Nein! Ich meine damit nicht die in den vorangegangenen zwei Kolumnenteilen beschriebene „Frühjahrsenergiekrise 2021 in eigener Sache“ – so hart gehe ich nun auch wieder nicht mit mir ins Gericht. Schließlich bin ich erst 26 und werde mir hoffentlich auch zukünftig solche Erfahrungen in der Kategorie „Leben und Dazulernen“ vor mir selbst eingestehen dürfen. Was ich primär meine ist meine „Schultergeschichte“. De facto handelte ich, wie ich es auch in den Kolumnenteilen vier und fünf unter …

Mentale Stärke einfach und praxisgerecht – 10 Expertentipps (Teil 4 von 24)

Mentale Stärke einfach und praxisgerecht – 10 Expertentipps (Teil 5 von 24)

… ausführte, rückblickend gesehen definitiv zumindest äußerst suboptimal. Als Volker nämlich vor Weihnachten 2014 mich diesbezüglich um absolute Offenheit – vor allem sowohl gegenüber dem Trainer, dem Physiotherapeuten aber auch den Ärzten – bat, wusste ich intuitiv und augenblicklich: Exakt an diesem Punkt agierte ich in den vergangenen Jahren zweifelsohne nachlässig. Im Endeffekt war ich von Anfang an, also als die Probleme im 2012er-Winter erstmals auftraten, meist darauf erpicht, „einfache und schnelle“ Lösungen zu finden. Grundsätzlich war der Weg Hausarzt, Physiotherapie und Therabandübungen sicherlich korrekt – mein Handeln danach jedoch fernab davon! Sie erinnern sich?

»Das Tennistraining, das nächste Turnier, mein damaliger Freund und die Freundinnen … alles andere war mir üblicherweise wichtiger als mein „langweiliges Ausgleichstraining“. Und so kamen auch die Schulterschmerzen regelmäßig zurück …«

… schrieb ich am Ende des vierten Kolumnenteils. Erst recht in den Hintergrund rückten die Ausgleichsübungen, als sich das Gelenk nach der Übergangsperiode im Sommer 2013 fürs Erste beruhigt hatte. Obwohl mich sowohl der Physiotherapeut, aufgrund der „an sich ernst zu nehmenden Sache …“ darauf hingewiesen hatte, mein Trainer mir die Übungen sogar als „Hausaufgaben“ auf dem Trainingsplan vermerkte und ich auch aus der Sportgymnasiumausbildung diesbezüglich mehr als genug wusste: „Einfach Tennisspielen“ und freilich auch die Schule standen schlussendlich im Fokus. Selbst die eine oder andere Erinnerung meiner Mutter, in Bezug auf das in meinem Zimmer vor sich hinstaubende Theraband half üblicherweise wenig.

Lieber Schweigen anstatt „unnötig kompliziertes Leben“ mit Folgen …

Äußerst wortkarg, in Hinblick auf meine Schulterproblematik, gab ich mich darüber hinaus bei einer obligatorischen, sportärztlichen Untersuchung im 2013er-Herbst. Ich berichtete dem Gesundheitsexperten nämlich, als er mich nach „Problemen während der zurückliegenden Saison“ fragte, nur von einer Schulter, welche zwischendurch geschmerzt hätte – mittlerweile aber wieder völlig problemfrei wäre. Selbstverständlich keine Lüge, jedoch auch, was eine mögliche, langfristig wertvolle prophylaktische Unterstützung von seiner Seite anging, gelinde ausgedrückt, nicht unbedingt ein „strategisch kluges Vorgehen“. Erst recht in Schweigen, in Bezug auf die „Dauerproblemschulter“, hüllte ich mich gegenüber Volker, der mich, wie ich es im fünften Part dieser Kolumnenserie beschrieb, im Maturajahr erneut betreute. Im Endeffekt befürchtete ich, ähnlich wie vonseiten des Sportarztes, diverse Interventionen wie Untersuchungen, Therapien oder Tennispausen für die ich meiner Meinung nach „… keine Zeit mehr hatte“. Die Begründung für meine Bedenken bezüglich eines „unnötig komplizierten Lebens“, wie ich es nannte, waren grundsätzlich naheliegend: Bereits bei den allerersten 2008er-Terminen hatte er mich, als er mir meine „lockeren Freestyle-Trainingswochen“ empfahl, denen die Aufbautrainingsperiode folgte, immer wieder nach meinem körperlichen Wohlbefinden beziehungsweise „ob ich mich insgesamt wohlfühle“ gefragt. Für den Sportpsychologen repräsentierte das „solide Fundament der mentalen Stärke“ – womit er sinngemäß auch diesen Tipp meinte – unter anderem ein respektvoller Umgang mit dem Körper und der Gesundheit. Damals war ich mit ihm einer Meinung – in diesen Monaten hatte ich jedoch, so dachte ich es zumindest, „andere Prioritäten“. Ich wollte „einfach nur“, schulisch und sportlich „fokussiert glänzen“. Wie Sie wissen, glückte die Sache anfänglich, bis mich quasi die Gesundheit, respektive deren „Abwesenheit“ – ob der wiederkehrenden Schulterbeschwerden bei der Umsetzung meines „2014er-Profi-Trainingsplans“ – gnadenlos „einholten“.

„High-End-erfahrungsreiche Zeilen“ mit Allgemeingültigkeit in Bezug aufs Gesundwerden und -Bleiben?

Fakt ist: Als ich Volkers, vorhin erwähnte „Absolute-Offenheits-Bitte“ schlussendlich an mich ran ließ, stand die Hiobsbotschaft, inklusive der Worte …

»Das Bild, das sich jetzt auf dem MRI-Befund abzeichnet, kam sicherlich nicht von heute auf morgen. Es erlaubt dir vermutlich dauerhaft ein breites Spektrum an Möglichkeiten aktiv zu bleiben – auch in anderen Sportarten. Wenn es um Hochleistungssport geht, tippe ich aber mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit darauf, dass dir die Sache mit dem Impingement auf kurz oder lang immer wieder Probleme bereiten wird. Ich weiß … Tennis bedeutet dir verflixt viel, aber glaub mir, es ist bei weitem nicht alles in deinem Leben!«

… quasi schon vor der Tür. Und selbstverständlich entnahm ich unter anderem auch diesen Worten auf Anhieb, dass ich mir die Angelegenheit im Endeffekt zu einem gewissen Teil, durch mein nachlässiges Präventionsverhalten, wohl auch selbst eingebrockt hatte. Und was in den Folgejahren eventuell noch mit der Schulter geschehen wäre, hätte ich nicht, nach den neuerlichen Problemen im 2018er-Herbst, zu den regelmäßigen kinesiologischen Austestungen bei Mag. (Pharm.) Rudi Pfeiffer gefunden, von denen ich im neunten Kolumnenteil unter …

Mentale Stärke einfach und praxisgerecht – 10 Expertentipps (Teil 9 von 24)

… schrieb, möchte ich mir gar nicht erst ausmalen! Bitte verstehen Sie mich an diesem Punkt nicht falsch. Ich wäre die Letzte, die mit ihrem Schicksal hadert. Je mehr ich in den vergangenen Jahren über meine damaligen Eindrücke des Trainingslagers auf Lanzarote reflektierte, desto deutlicher wurde mir klar, dass ich wohl weder körperlich noch mental zur „echten“ Profitennisspielerin geboren wurde. Ich hege zwar nach wie vor den allergrößten Respekt für Berufssportler, für mich ist jedoch das erwähnte, doch recht exklusive Fokussieren auf das Training, die Regeneration und die Turniere definitiv langfristig nicht das Richtige. Selbst wenn mein „Profijahr“ zu Ende zu spielen mein „Plan A“ war … mittelfristig hätte ich mich vermutlich beruflich in etwa in die Richtung orientiert, in der ich im Anschluss freilich meine Traumberufungen fand. Übrigens sehe ich mich zwar als Mädchen-Nachwuchstrainerin, aber nicht unbedingt für den Hochleistungssportsektor prädestiniert. Bei meinen derzeitigen „Tennismädchen“ die allesamt meist zwischen 8 und 13 Jahren alt sind, stellt sich die Frage nach dem Profitum ohnehin noch nicht ernsthaft. Selbstverständlich würde es mich freuen, wenn eine von ihnen, vielleicht mithilfe einer dafür spezialisierten Trainerin, den „Sprung zu den ganz Großen“ schafft – mir ist aber vor allem wichtig, dass sie Spaß am Tennis erfahren, neben dem Sport auch schulisch sowie in anderen Lebensbereichen Erfolge verbuchen und freilich auch diesen ersten Expertentipp, quasi „von der Pike auf korrekt“ erlernen. Im Endeffekt war das Leistungssporttennis jedoch für mich eine geniale Lebensschule, die schließlich indirekt auch zu meinen jetzigen Tätigkeiten – sogar die der Sekretärinnenanstellung – führte und aufgrund derer Sie nun diese „High-End-erfahrungsreichen Zeilen“ genießen dürfen! Allerdings, um gleich beim Stichwort High-End zu bleiben: Meiner Auffassung nach versteht es sich von selbst, dass meine soeben exemplarisch dargestellte Schulterproblematik mit Folgen grundsätzlich kein reines Leistungssportproblem darstellt. Ich denke, Sie stimmen mit mir überein: Mit einer derart gering schätzenden Grundhaltung der eigenen Gesundheit gegenüber, können wohl auch im „normalen Leben“ jederzeit diesbezügliche Probleme aller Art provoziert werden. Aus diesem Grund schrieb ich auch bereits im elften Kolumnenteil, frei zitiert »Lernen Sie im Folgenden auch aus meinen Fehlern, die ich offen und ehrlich beschreiben werde und finden Sie IHRE Lösungen!«. Die sprichwörtliche „Moral der Geschichte“ lautet somit: Es handelt sich bei diesem Tipp um „High-End-erfahrungsreiche Zeilen“ mit Allgemeingültigkeit, in Bezug aufs ganzheitliche Gesundwerden und -Bleiben!

Per Profisportklettererwissen zu wertvollen Erkenntnissen?

Ab dem nächsten Kolumnenteil erwartet Sie nun, wie versprochen, meine Niederschrift der Highlight-Aussagen eines fast einstündigen „Exklusivcoachings“ mit Profisportkletterer Jürgen Reis für diese Berichterstattung! Ich bedanke mich freilich bereits an dieser Stelle bei DEM Mann, der erst mit 17 zu seiner Hauptsportart fand. Allerdings gewann er schon mit 18 seinen allerersten Regionalwettkampf. Im Laufe seiner Profikarriere, die mit 19 begann, drang er in die Top 10 der Weltelite der Wettkampfkletterer vor. Und selbst in seiner letzten wettkampfaktiven Saison 2016/17 erreichte der Dornbirner, als bislang einziger über-40-jähriger Sportkletterer in Österreich das Top-10-Finale eines nationalen „Austria-Cups“! Und zugegeben: Was mich persönlich, auch in Bezug auf das „Gesundbleiben“ meiner „Tennismädchen“ sehr wohl am Rande interessierte und vielleicht auch für Sie spannend sein könnte: Wie es dieses imposant-spektakuläre Foto anbei – anhand eines sogenannten „Schulterzuges“ an der Trainingswand der K1 Kletterhalle zeigt – ist Sportklettern und insbesondere das Bouldern ein zweifelsohne äußerst fordernder Sport, was die Schultern angeht. Das komplexe Gelenk zählt dabei, laut meiner Detailrecherchen, nach Problemen im Bereich der Finger, zum zweithäufigsten „Ort des Geschehens“ für Verletzungen und Überlastungen. Was macht also vermutlich auch der 45-jährige Berufssportler schon seit Längerem goldrichtig, um dieses empfindliche Körperareal „fit und ganzheitlich gesund“ zu halten?

Der 15. Kolumnenteil erwartet Sie in Kürze hier.

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

Foto: © Moritz Liebhaber

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Veröffentlicht / zuletzt aktualisiert im November 2021
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