Per optimiertem Tag-Nacht-Rhythmus durch’s neue Jahrzehnt! (Teil 6 von 12)

»Im Olympiazentrum Vorarlberg selbst gönne ich mir noch einmal circa 45 Minuten spezifisches Warmup – speziell den Oberkörper fokussierend. Summasummarum vergehen also in etwa drei Wachstunden, bevor die ersten intensiven Trainingsreize, ob an der Kletterwand, den Griffbalken oder an Kunstturngeräten folgen. Dies war übrigens auch zu den Entstehungszeiten meiner YouTube-Sportdokumentationen der Fall. Obwohl es beispielsweise in „Fitness Model Meets Climber“ (Direktlink www.youtube.com/… – eine kinesiologische Austestung bei Rudi Pfeiffer gibt’s an Minute 32 zu sehen!) bereits kurz vor acht Uhr „Action“ am Campusboard hieß: Zu jener Zeit stand ich konsequent, also normalerweise an sieben Wochentagen um 20 vor 5 auf. Ohne Wecker und ausgeschlafen, da ich meist zwischen halb 8 und Viertel vor 8 im Bett lag und mir so 9 Stunden Schlaf gönnte – zuzüglich eines obligatorischen Mittagsschlafs.

„Morgen-Action“ dank Vollprofi-Life-Style …

Obwohl ich nachmittags noch einmal trainiere, setze ich, seit ich den Luxus dieses Vollprofi-Life-Styles genießen darf, die hochintensiven und auch das Zentralnervensystem forderndsten Workouts in die ersten Trainingsstunden. Somit liegt deren Zeitpunkt zwei bis drei Stunden vor dem, vonseiten der Sportwissenschaftler, als ideal empfohlenem Zeitfenster. Mein Hauptgrund dafür? Späteres „hartes“ Training sabotierte in der Vergangenheit oft meine Schlafqualität – ein Faktum, das auch die Kinesiologie klar bestätigte. Übrigens änderte ich, seit meinem Rücktritt vom Wettkampfklettergeschehen grundsätzlich nichts an der Tagesstrategie. Allerdings starte ich später und so verschiebt sich der gesamte Tag-Nacht-Rhythmus derzeit um etwa zwei Stunden nach hinten. Auch bevorzuge ich nachmittags inzwischen meist das Schwimmen im Dornbirner Stadtbad anstatt der Kraftraumeinheit. Diese Änderungen bekräftigten ebenfalls, die Trainingsplanung fokussierende, kinesiologische Austestungen bei Rudi Pfeiffer.

Individuelle Trainingsplanungen per kinesiologischer Austestung …

Was es zu alledem unbedingt anzumerken gilt: Ich definiere mich, seit ich denken kann, als typischer Morgenmensch. Dies betrifft nicht nur die psychische, sondern auch die physische Komponente. Kurzum: In der ersten Tageshälfte bin ich definitiv am leistungsfähigsten! Intrinsisch motiviert, laufe ich morgens recht rasch zu einer gefühlten Körpertemperatur hoch, die sich sprichwörtlich „heiß auf’s Training“ anfühlt. Exakt dies ist auch der Tipp, den ich meinen Coachies seit über 15 Jahren gebe, wenn die Frage der geeigneten Trainingszeit im Raum steht. Freilich sind die allermeisten Private-Coaching-Klienten keine Profiathleten und häufig gilt es, den optimalen, zum Tagesablauf, aber auch zum individuellen Tag-Nacht-Rhythmus passenden Trainingszeitpunkt zu eruieren. Der konkrete Tipp, genau genommen die Gretchenfrage lautet: Morgen- oder „Nachtmensch“ und wie stets um die empfundene Körpertemperatur? Da letzt genannte Komponente sich zumindest im Tagesdurchschnitt und keinesfalls zu kalt anfühlen sollte, schließt dies in aller Regel die ersten beiden Stunden des Tages für forcierte Workouts aus.

Morgen- oder „Nachtmensch“?

Als Faustregel gilt: Morgendliches „Einbewegen“ beziehungsweise Aktivieren, ob mit Yoga, Pilates oder einem Walk in Kombination mit reichlich Licht, gerne auch an der frischen Luft, darf in allen Fällen sein. Vollzeit arbeitenden „Morning birds“ empfehle ich als ideale Haupttrainingszeit die Mittagspause – „Nachteulen“ bitte ich, möglichst rasch nach Feierabend zur Tat zu schreiten. Vorsicht! Zu späte Workouts können Schlafstörungen provozieren. Sollte die Tagesplanung nur ein suboptimales Zeitfenster, beispielsweise gleich morgens, ermöglichen, gibt’s vonseiten der Forscher folgenden Fingerzeig: Wenn schon ein ungeeigneter Trainingszeitpunkt, dann bitte konstant und über mehrere Wochen „dranbleiben“. In vielen Fällen adaptiert nämlich der Organismus, meist bereits nach wenigen Wochen, auf das Möglichste, an die für ihn ungewohnte Workoutzeit. Eine Empfehlung, die ich, auch aufgrund meiner Erfahrungen, nur doppelt unterstreichen kann!«

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria bedanken sich hiermit bei Jürgen Reis für den wertvollen Gastbeitrag und die Fortsetzung dieser Artikelserie erwartet Sie in Kürze hier!

Foto: © Andreas Kempter / www.kempter7.com/…

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