Smartphone, Heim-PC & Co. kreativ und sicher nutzen – 10 Tipps (Teil 13 von 18)

Tipp 2: Smartphone, Heim-PC & Co.? Aber bitte umweltfreundlich! (Fortsetzung)
Ich erlaube mir an dieser Stelle noch einen kurzen und prägnanten Exkurs zum Thema „Smartphones und der blaue Planet“. Meine März-2021-Detailrecherchen bei diversen seriösen Quellen ergaben dazu Folgendes: Die aktuellen, weltweiten Absatzzahlen von PCs, inklusive Notebooks belaufen sich insgesamt auf rund 235 Millionen Neugeräte. Zugegeben: Eine gigantische Zahl – deshalb auch vorhin meine dezidierten Hinweise in Bezug auf einen „Refurbed-Kauf“. Doch wie liest sich dies im Vergleich zu 1,29 Milliarden Stück? Und – bitte festhalten: Die Prognose für 2024 beläuft sich, aus Expertensicht, auf 1,47 Milliarden Stück. Diese, für mich definitiv unvorstellbaren Zahlen repräsentieren die weltweiten Smartphone-Neugeräteabsätze! Und schrieb ich im vorangegangenen Kolumnenteil …

»Berechnungen anerkannter Experten zufolge entstehen circa 65 bis 80 Prozent der Treibhausgasemissionen im Zuge des Herstellungsprozesses von IT-Geräten wie Heim-PCs und Smartphones …«

Definitiv bewegen sich Handys dabei aktuell leider eher am „oberen Prozentlimit“, als am unteren. Bereits 2019 warnte das belgische „Europäische Umweltbüro“ (EEB) im Rahmen einer Studie vor einer, de facto (viel) zu kurzen Smartphone-Nutzungsdauer von etwa drei Jahren in Europa. Des Weiteren ging aus der Expertise hervor, dass eine durchschnittliche Erhöhung der praktisch realisierten „Handy-Lebensdauer“ in der gesamten EU um nur ein Jahr, eine Einsparung von jährlich circa zwei Millionen Tonnen an Treibhausgasemissionen ermöglichen würde.

Zwei Millionen Tonnen weniger Treibhausgasemissionen durch nur ein Jahr längere Handynutzungsdauer!

Um bei der Überschrift dieser Kolumnenserie zu bleiben: Sie liebäugeln – im wahrsten Sinne des Wortes – in Hinblick auf die optimalen Voraussetzungen für Ihr „ganzheitlich kreatives und sicheres“, digitales Hobby, vor allem mit einer leistungsfähigen Smartphonekamera? Darüber hinaus soll das Gerät freilich auch den aktuellen Sicherheitsstandards, beispielsweise in Bezug auf die Betriebssystemupdates, entsprechen? Mein Tipp: Gönnen Sie sich ruhig ein High-End-Smartphone, das quasi alle Ihre Funktionswünsche erfüllt – aber kaufen Sie bitte kein Neugerät! Konkret: „Refurbed-Kauf“ lautet vor allem bei Handys in meinen Augen, in Hinblick auf den blauen Planeten, die oberste Devise.

„Flaggschiff-Smartphone“ UND Umweltschutz gehen Hand in Hand?

Zu beachten gilt es jedoch, in puncto „Sicherheit“ eine möglichst lange, vom Hersteller prognostizierte, zukünftige Sicherheitsupdate-Versorgung. Wie Sie dieses Faktum eruieren? Am besten über die Hersteller-Homepage Ihres Wunschgeräts – mit etwas Glück kann Ihnen auch der „Refurbed-Fachhändler“ konkrete Auskünfte beisteuern. Ich denke, in meiner im vorangegangenen Teil dieser Artikelserie gelisteten „Refurbed-Plattformen-Zusammenstellung“ dürften auch Sie, mit ein wenig Liebe zur Detailrecherche, rasch auf eine, sowohl Ihre Ansprüche UND die Umweltschutzaspekte berücksichtigende, Smartphonelösung stoßen. Beste Chancen in Bezug auf die soeben beschriebenen Kriterien, sollten Sie übrigens bei einem „Flaggschiff-Smartphone“ eines Markenherstellers der letzten oder vorletzten Generation vorfinden. Suchen Sie also nach einem 9er- oder 8-er-Modell, wenn zum Beispiel die „10“ die aktuelle Gerätegeneration repräsentiert. Einige Detailinformationen zu den zwei „Fotohandys“, mit denen sämtliche Bilder dieser Berichterstattung entstanden, erwarten Sie im fünften Tipp.

Tipp 3: Perfekter Hörspiel-Spaß per „Audacity“ & Co.
Während meine Frau anderweitige Termine wahrzunehmen hatte, verbrachte ich mit meinem vierjährigen Sohn vergangenen Sommer zwei Vater-Sohn-Nachmittage, quasi in „geheimer Geburtstagsmission“. Sowohl im Rahmen eines Waldausflugs oberhalb Dornbirns, als auch am Bodensee, erstellten wir dabei, anhand des im Flugmodus mitgeführten Smartphones, Audioaufnahmen für ein Hörspiel. Neben diversen Naturgeräuschen im „Zauberwald“, sowie am „Meer der Wünsche“ – so hießen die Vorarlberger Naturidylle schlussendlich in der Geschichte – galt es außerdem, einige einfache Dialoge aufzunehmen. Freilich hatten wir zuvor – aufgrund meines Scripts – zuhause bereits ein wenig geprobt. Mein Junior übernahm die Rolle eines Kobolds mit Zauberkräften, ich selbst hatte eine Doppelrolle zu bewältigen: Sowohl als Drache, als auch als Sprecher, tauchte ich in der Erzählung auf. Meine Frau krönte, selbstverständlich nur anhand der finalen Ausführungen im Märchen präsent, als Königin das „Happy End“. Letzten Endes mischte ich die diversen Tonsequenzen auf dem PC entsprechend ab – die Sprecherstimmenparts nahm ich teilweise direkt dort per Mikrofon nachträglich auf. Die Überraschung gelang! Wir präsentierten meiner Gattin gemeinsam ihr eigenes, äußerst persönliches „Familienhörspiel“ als Geburtstagsgeschenk!

Der Heim-PC wird zum „digital-kreativen“ Tonstudio!

„So etwas in der Art …“ würde eventuell auch Ihnen mächtig viel kreativen Spaß versprechen? Alles, was auch Sie dazu benötigen ist in aller Regel ein Smartphone, für Direktaufnahmen am PC normalerweise ein extern angeschlossenes Mikrofon, sowie die kostenlose Software „Audacity“. Für die Aufzeichnung der Tonspuren auf dem Smartphone empfehle ich Ihnen weiters eine App, die im sogenannten „WAV-Format“ aufnehmen kann. Dies garantiert Ihnen üblicherweise, nach dem Übertragen der Datei auf den PC, schlussendlich die optimalste Tonqualität. „Audacity“ ist, meiner Ansicht nach, ein quasi perfektes „digital-kreatives Tonstudio-Programm“ für den Heim-PC, das sich sowohl zum Aufzeichnen, als auch zum Nachbearbeiten und Optimieren von heimischen Audioprojekten aller Art anbietet.

Von Hörspielen bishin zur„Privathitparadenaufnahme“ …

Neben Hörspielen lassen sich damit, beherrschen Sie ein Musikinstrument beispielsweise selbst, „Privathitparadenaufnahmen“ oftmals par excellence realisieren. Zahlreiche Podcaster setzen übrigens auf exakt diese Audiosoftware! Auch Ihnen wird es vermutlich bereits nach kurzer Einarbeitungszeit in das Programm gelingen, zum Beispiel sogar professionelle Effekte, wie das Ein- und Ausblenden von Sequenzen, sowie das gekonnte Mischen verschiedener Tonspuren, zu meistern. Zum Stichwort „Einarbeitungszeit“. De facto profitieren Sie als „Audacity-Neuling“ von den mittlerweile über zwei Jahrzehnten an „auditiver Erfolgsgeschichte“ der Software. So finden sich kostenlose Tutorial-PDFs, wie beispielsweise „Audiobearbeitung mit Audacity 2.0.0“ von Andreas Klug und Heike Demmel, in diesem Fall unter dem Direktlink www.mediensyndikat.de/…, direkt im Internet. Auch YouTube-Videos und herkömmlich publizierte Fachbücher werden Sie vermutlich rasch „ergoogeln“. Ein Beispiel für ein solches, in meinen Augen äußerst empfehlenswertes Werk: „Audacity: Praxiswissen für die Audiobearbeitung“, von Brigitte Hagedorn, das im „mitp“-Verlag erschien. Die Autorin lehrt darin in einer Art Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie sich mit „Audacity“ Audiodateien abmischen lassen und Sie sogar diverse „Soundeffekte“ gekonnt einsetzen. Dabei fokussiert sich die erfahrene Audio-Expertin primär auf das Aufzeichnen und Bearbeiten von Sprachprojekten, wie beispielsweise Hörspiele und Podcasts. Das Wissen des Fachbuchs lässt sich allerdings prinzipiell genauso auf „digital-kreative“ Musikprojekte übertragen.

Zu „Audacity“ selbst gelangen Sie über …

www.audacityteam.org/…

… oder …

www.heise.de/…

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

Foto: © Andreas Kempter / www.kempter7.com/…

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Veröffentlicht / zuletzt aktualisiert im Mai 2021
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