Superfood des Monats: Naturjoghurt (Teil 3 von 10)

Wie Naturjoghurt hergestellt wird? Sprichwörtlich äußerst simpel! Milch, eventuell zusätzliche Sahne und Milchsäurebakterien – so die Zutaten. Das Joghurt entsteht dabei durch die Arbeit der Milchsäurebakterien in der Milch. Diese ernähren sich nämlich vom Zucker, den diese enthält und produzieren so Milchsäure. Der Fachbegriff für diesen Vorgang nennt sich auch Fermentation.

Griechischer „Joghurt-Mythologie“ auf der Spur …

Moment! Fielen soeben die Stichworte „… eventuell zusätzliche Sahne …“? Hier landen wir freilich bei den, im letzten Teil dieser Artikelserie betonten, Nährstoffwert-Differenzen – je nach Fettstufe. Woran es nämlich liegt, dass während des Griechenlandurlaubes das Frühstücksjoghurt besonders cremig schmeckt und verdächtig lange pappsatt hält? Zumindest aus ernährungsphysiologischer Sicht, weder am mediterran-gelassenen Urlaubsfeeling und genau so wenig an einem „Sonderzuspruch“ vonseiten Dionysos, dem griechischen Gott der Naturkraft. Griechischer Joghurt, wie er auch hierzulande im Supermarkt erhältlich ist, enthält schlicht und ergreifend quasi eine Extraportion Sahne. Zwar ist das landläufige, auch in diversen Medien immer wieder publizierte Faktum, dass diese nur „leere Kalorien“ beinhaltet, nicht korrekt. Aus entsprechender Bio-Landwirtschaft mit Freilandfütterung liefert Sahne im Idealfall neben Kalzium, Phosphor und Kalium vor allem auch wertvolle CLA-Fettsäuren (Konjugierte Linolsäuren). Speziell beim erwähnten Sahnejoghurt aus dem Großmarkt werden diese Vitalstoffe jedoch, aufgrund der normalerweise konventionellen Herkunft, eine gelinde ausgedrückt stark untergeordnete Rolle spielen. Was aber stets bleibt: die „lieben“ Kalorien.

Wenn zwei Löffelchen voll Schlagsahne …

Auch Sie erlebten vermutlich schon, wie zwei großzügig dimensionierte Esslöffel Schlagsahne ein Dessert oder einen Cappuccino „dezent“ krönten oder klammheimlich in einer Suppe oder Sauce untertauchten. Bei diesen „nur“ circa 30 Gramm sprechen wir von 93 zusätzlichen Kilokalorien, die, bei normalem 30-prozentigem Schlagrahmfettanteil primär aus 9,5 Gramm Fett stammen. Exakt dieses Faktum schlägt auch beim Griechischen Joghurt energiebilanztechnisch zu Buche. Bereits eine kleine Schale von 150 Gramm versorgt Sie mit gut 200 Kilokalorien. Zum Vergleich: Naturjoghurt aus Milch mit 3,5 Prozent Fettanteil liefert, pro 150 Gramm, 92 Kilokalorien – die fettarme Variante mit 1,5 Prozent Fettanteil 66. Der Hauptgrund liegt, ob der soeben gelisteten Punkte, freilich auf der Hand. Korrekt! Joghurt griechischer Art steuert in genannter Portionsgröße 15 Gramm Fett bei – der heimische 3,5-Prozent-Fett-Klassiker 5,3 Gramm und die 1,5-Prozent-Variante nur 2,3 Gramm. In einem Faktum sticht jedoch Griechischer Joghurt absolut positiv hervor und wird deshalb auch immer wieder von namhaften Ernährungsexperten und -Instituten empfohlen: sein signifikant hoher Proteinanteil.

Die Auflösung dieses, zugegeben leicht verzwickten, „Superfood-Rätsels“ erwartet Sie in Teil 4!

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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