Umweltfreundliche Informations- und Unterhaltungstechnik (Teil 8 von 9)

»Bevor mein versprochenes „Abschlusskapitel“, in Bezug auf den „Fast-wie-Neu-PC“ folgt, hier quasi noch zwei Zugabetipps für die Langzeit-IT-Gerätenutzung: Erstens würde ich, vor ich auch nur einen Gedanken daran verschwende, einen PC oder Laptop auszumustern, prüfen, ob als Systemlaufwerk eventuell noch eine normale Festplatte arbeitet. In diesem Fall: Ab damit in die PC-Werkstatt und diese bitte durch ein SSD (Solid State Disk) Laufwerk ersetzen lassen!

SSD macht Oldtimer-PC flotter denn je …

Die Wirkung der Upgrade-Aktion ist oft enorm. Selbst Lobhymnen à la „… gefühlt doppelt so schnell wie beim Neukauf …“ kamen mir des Öfteren aufgrund einer solchen zu Ohren. Der Umbau ist für einen Experten normalerweise eine Routinetätigkeit und unter einer Stunde erledigt – inklusive 1:1-Überspielen aller Daten versteht sich. Übrigens SSD befinden sich zur Entstehung dieses Artikels im Frühherbst 2019 auf einem historischen Preistiefststand!

Akkus und blauen Planeten „cool“ schonen …

Der zweite Zusatztipp: Meines Wissens gibt’s in Standardelektronikgeräten kein Bauteil, welches, egal wie es recycelt wird, der Umwelt im Schadensfall mehr zusetzt als der Akku. Fazit: Möge er möglichst lange „leben“. Ein Weg dazu: Die Theorie, dass ein Geräteakku nur eine fix begrenzte Anzahl von Ladezyklen zulässt, ist in der Praxis nicht haltbar. Vielmehr sind es die ersten und letzten 30 Prozentpunkte, die die Akkuzellen am raschesten altern lassen. Tests ergaben: Eine bis zu fünffach erhöhte Akkulebensdauer ist machbar, wird der Ladezustand zwischen idealen 30 und 70 Prozent gehalten. Worst Case für jeden Akku ist übrigens das Schnell-Laden. Er verkürzt sowohl die anschließende Laufzeit, als auch die „Langfrist-Lebensdauer“ der Zellen, unter anderem durch übermäßige Hitzeentwicklung beim „Qi-Laden“. Fazit: möglichst immer über ein herkömmliches Ladekabel nachladen und wenn ein induktives Aufladegerät unbedingt sein muss, bitte das Bild anbei beachten! Der „coole“ Tipp stammt von unserem Hardware-Techniker Nr. 1 im Team und zeigt, wie wenigstens der Akku am minimalsten belastet wird. Freilich kann das Smartphone dabei sicherheitshalber in einen Plastikbeutel verpackt und durch ein Geschirrtuch vom direkten Kontakt mit einem Eisbeutel geschützt werden.

Wenn Neugerät dann … bitte gebraucht!?

Über 80 Prozent der PCs und Laptops in meinem Privat- und Unternehmensumfeld sind inzwischen vom Typ „Fast-wie-Neu-PC“. Ich schätze, dass bis Ende nächsten Jahres auch die letzten zwei, damals fabriksneu gekauften Geräte, den Status unreparierbar erreichen und ebenfalls durch solche ersetzt werden. „Fast-wie-Neu-PC“? Klarer Fall: Es handelt sich um ein Kunstwort meinerseits. Gemeint sind damit hochwertige Gebrauchtgeräte von lizenzierten Refurbish-Spezialisten. Ein Vorgehen, das ich allen Privatanwendern, jedoch auch Geschäftsführern, die an einer umwelt- und budgetschonenden IT-Strategie interessiert sind, nur wärmstens empfehlen kann …«

Der finale neunte Kolumnenteil erwartet Sie in Kürze hier!

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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