Vollmond = Schlafprobleme … oder!? (Teil 6 von 7)

»Nun vom Aktivitätshormon Cortisol zum primären Schlafhormon, dem Melatonin. Auch dieses scheint, so zeigen aktuelle Studien aus aller Welt, mit dem „Nachtschwärmer-Life-Style“ so seine Probleme zu haben. Störungen im Melatoninhaushalt waren bis vor zwei Jahrzehnten noch fast ausschließlich der Generation 50+ vorbehalten – diese verursachen übrigens oft auch die meist zunehmenden Schlafstörungen im Alter. Doch nun konstatierten die Forscher, dass immer häufiger auch sehr junge Schlafpatienten – sogar Teenager – damit hadern.

Zu wenig Licht unter tags – zu viel abends?

Dabei, so die Wissenschaftler, gibt’s in allen Altersstufen auch Fälle von Mikronährstoffmängeln „dank“ Fast-food-Ernährung, welche die Melatonin-Synthese beeinträchtigen – dazu gleich mehr. Hauptsächlich scheint jedoch die abendliche und nächtliche, künstliche Beleuchtung, die freilich bei all den genannten Aktivitäten nun einmal erforderlich ist, die Hauptursache zu sein. Die Zirbeldrüse, in der Melatonin gebildet wird, steht in enger Nahbeziehung mit der Netzhaut des Auges. Ideal wäre viel ungefiltertes Tageslicht untertags – möglichst wenig davon ab Einbruch der Dämmerung. Inzwischen liegen nämlich Beweise vor, dass vor allem aggressives künstliches Licht, auch vonseiten der Bildschirme, die Produktion dieses Hormons hemmt oder sogar stoppt. Das logische Resultat: Ein- und Durchschlafstörungen, gefolgt von Antriebslosigkeit und „Jet-Lag-Gefühl“ im Alltag.

„Jet-Lag-Gefühl“ drei Wochen nach dem Urlaub …?

Sigrid, bevor ich gleich in der „Hitparade“ der Schlafproblematik-Ursachen vonseiten der aktuellen Wissenschaft fortführe, denke ich, Dich interessiert eine Anekdote in eigener Sache. Die Geschichte aus dem vergangenen Herbst fiel mir nämlich soeben in Bezug auf Mikronährstoffmängel ein. Wie ich Dir bereits berichtete, blieb ich, trotz meiner 68, von den altersbedingten Leiden – inklusive der Schlafprobleme – glücklicherweise verschont. Dennoch gab’s für mich letzten September, drei Wochen nach der Rückkehr aus einem USA-Urlaub, mehrere Nächte hintereinander, die von absolut suboptimalem Schlaf gezeichnet waren.

Wenn die Einschlafmilch zum Wachmacher wird …

Dass ich mich an den Tagen, die folgten, fühlte, wie mit schlimmstem „Jet-Lag-Feeling“ kurz nach der Rückkehr, war klar. Sehr verdächtig wurde es, als ein bei mir bislang immer funktionierendes „Oma-Rezept“, die warme Milch mit Honig vor dem Zubettgehen die Situation sogar drastisch verschlimmerte. Denn zu den Schlafproblemen addierten sich nun auch Verdauungsstörungen. Die zündende Idee kam darauf hin schließlich vonseiten meiner Frau …«

Die Fortsetzung gibt’s wie immer in Kürze hier …

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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