Vorsorgeuntersuchung für Ihren PC (Teil 4 von 7)

»Was sich aus meiner Erfahrung über die Jahre hinweg auf jeden Fall als „lebensverlängernd“ erwies, ist eine entsprechend gründliche Innenreinigung des PCs und der Komponenten. Beim Heim-PC, der meist nur 4-5 Mal wöchentlich und in recht staubfreier Raumatmosphäre für ein paar Stunden arbeitet, genügt dies einmal pro Jahr. Obwohl die Sache eigentlich keine Hexerei ist, rate ich dem Standardanwender, für den ein PC „einfach nur zu funktionieren hat“ und der keinen Bezug zur (Fein-)Mechanik hat, eher vom „Heimwerken“ ab. Denn der Teufel steckt – in diesem Fall im wahrsten Sinne des Wortes – leider auch hier wieder einmal im Detail.

Elektrostatische Aufladung & Co … „Murphy“ wartet auf seine Chance …

Die missglückten „Heimwerker-Experimente“, welche letzten Endes doch bei mir und meinem Team landeten, bewiesen mir: Ein offenes PC-Gehäuse bietet auch dem, von Nicola bereits in der Initialkolumne zitierten, „Freund Murphy“ freie Bahn. Denn die hoch sensiblen Bauteile, Lötstellen und auch Steckverbindungen sind beispielsweise „sehr empfänglich“ für elektrostatische Aufladungen bzw. die Zerstörung durch statische Entladung. Ein simpler, „übersehener“ Wollpullover des Monteurs, oder ein Teppichboden kann hier bereits der „Volltreffer“ – freilich ironisch gemeint – für die Grafikkarte oder sogar die Hauptplatine mit DEM Prozessor sein. „Heiß“ ist in diesem Zusammenhang zumeist auch die Zuhilfenahme des heimischen Staubsaugers.

Bitte von „innen nach außen“ …

Was das Bild zeigt? Auch das sehe ich in der Praxis immer wieder. Zwar ist das Ausblasen des Rechners mit Druckluftspray effektiv – jedoch nur, wenn es von innen nach außen geschieht – also bei geöffnetem Gehäuse und frei zugänglichen Bauteilen. Wird’s – wie im Foto – umgekehrt gemacht, wirbelt bestenfalls der Staub eine Stunde lang im PC-Inneren umher, bevor er sich wieder in Lüftungsschlitzen, Ventilatoren & Co. wiederfindet.

Der IT-Experte lohnt sich mehrfach …

Die gute Nachricht: ein versierter Techniker erledigt die Sache – sofern ihm der „Vorsorgepatient“ in die PC-Werkstatt gebracht wird – meist in weniger als 30 Minuten. Ein Profivorteil: Der Experte erkennt mit etwas Glück, aufgrund optischer, thermischer oder akustischer Auffälligkeiten auch einen sich anbahnenden Totalschaden eines Bauteils und kann evtl. lockere Steckkontakte sofort wieder fixieren. Zu beachten ist jedoch, dass vor jeder außertourlichen Soft- oder Hardwareaktion eine Datensicherung aller Festplatten auf ein externes Speichermedium, welches freilich zuhause bleibt, Pflicht ist. Ich garantiere: Kein IT-Unternehmen weltweit haftet … „… siehe allgemeine Geschäftsbedingungen …“ … für den Fall der Fälle bzw. Ihre Daten!«

In Kürze erwartet Sie die Fortsetzung unseres Experten-Statements.

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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