WHO-Krankheit Internet- & Smartphonesucht? (Teil 1 von 6)

Auch Sie gehören, als Stammleser unserer Kolumnenserien, eventuell noch einer Generation an, die weitestgehend analog, also fernab von omnipräsentem Internet, Smartphones, Laptops, Tablets & Co. aufwuchs? Noch heute bedeuten ein paar Stunden in der freien Natur, mit dem „… leider wieder einmal zu Hause vergessenen Handy“, für Sie einfach pure Entspannung? Andererseits fühlen Sie sich bei einem Gespräch mit einem Mitmenschen etwas unwohl, wenn nicht sogar geringgeschätzt, wenn das Gegenüber gefühlt jede Minute auf sein um Aufmerksamkeit buhlendes Smartphone schielt? Willkommen im Club! Exakt aus diesem Grund läuft die freundliche Fachberatung in unserer Stadtapotheke Dornbirn auch bei uns unter der Kategorie „Offline und 100%igen Fokus auf Sie und Ihre Anliegen“.

Mensch … du störst das Smartphone!?

Doch ist eine solche Grundeinstellung, respektive Verhaltensweise nicht etwa, in Anbetracht des nun einmal weitestgehend digitalisierten 2019er-Life-Styles, ewig-gestrig? Kommt nicht zumindest die junge Generation mit dem quasi Tag-und-Nacht-online-Dasein auf kurz oder lang klar, beziehungsweise braucht dieses sogar für ein zukunftsweisendes Leben? Sie runzeln Ihre Stirn? Klar: So gesehen könnte man die Bushaltestelle, die gefühlt jedes Jahr um 30 Handydisplays heller strahlt, durchaus als „futuristisch“ beschreiben. Vielleicht gelten auch Ihre immer häufiger erforderlichen „Side-Steps“ beziehungsweise Sprünge zur Seite, die Sie vor „App-solut“ abgelenkten Passanten und Verkehrsteilnehmern (!) retten – im wahrsten Sinne des Wortes – als „fortschrittlich“.

Normal, zukunftsweisend oder … krank?

Eventuell kennen Sie sogar einen „ganz normalen“ Vertreter der Generation Smartphone, der anscheinend wirklich nur dann „im Lot“ ist, wenn er sich ständig auf Socialmedia-Portalen aufhält, seine Messenger „checkt“ oder auch „nur mal eben“ ein Online-Spiel zockt? Zumindest bei zuletzt Genannten gab’s per 18. Juni ein klares Signal, de facto einen Entscheid vonseiten der Weltgesundheitsorganisation, kurz WHO. Diese klassifizierte im neuen Katalog der Krankheiten (ICD-11) exzessives Computerspielen nämlich definitiv als Krankheit. „Gaming Disorder“ wurde direkt hinter der Glücksspielsucht gelistet – die offizielle „Absegnung“ durch die Weltgesundheitsversammlung im Frühjahr 2019 gilt als reine Formalität.

Die eventuell weitreichenden Folgen dieser Entscheidung gibt’s in den kommenden Kolumnenteilen dieser Serie in Kürze hier.

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

Zurück zur Startseite