WHO-Krankheit Internet- & Smartphonesucht? (Teil 3 von 6)

Sie gelangten aufgrund unserer Tipps bereits zu einer konkreten Vermutung, wohinter sich die „tieferliegende Gretchenfrage“ verbirgt? Selbstverständlich gibt’s am Ende dieses Kolumnenteils die Auflösung, doch hier vorab noch einige Fakten zum Nach-, Mit- und Weiterdenken: Forscher der Illinois State University, sowie der University of Michigan Medical School stellten in einer aktuellen Studie beispielsweise fest, dass amerikanische Eltern durchschnittlich 9 (in Worten neun!) Stunden pro Tag (!) in ihr Smartphone oder andere digitale Medien „investieren“. Zugegeben für europäische Verhältnisse (noch) ein absoluter Spitzenwert, der dennoch bereits Anfang 2018 in Ballungsräumen hierzulande ebenfalls eruiert wurde. Und nun Hand auf’s Herz: Verbringen diese Mummies und Daddies ein Gros des „Arbeitstags plus Überstunde“ mit Computerspielen? Wohl genau so wenig wie die circa 270.000, von der deutschen Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung als online-süchtig eingestuften 12- bis 17-Jährigen – wohlgemerkt allein in Deutschland und bereits vor gut einem Jahr.

Komplexe Echtzeit-Rollen- und -Strategiespiele samt Kampfsystem für … Mädchen?

Ein klares Indiz, welches speziell bei den analysierten „Generation Smartphone Youngsters“ absolut dagegen spricht: Unter den eben genannten Jugendlichen befanden sich fast 60 Prozent mehr Mädchen als Jungen. „Zufällig“ gehören jedoch Computerspiele, die zu den im vorangegangenen Kolumnenteil zitierten Sucht-Auswüchsen führten, primär zu den Genres der komplexen Echtzeit-Rollen- und -Strategiespiele – meist inklusive militanter und blutrünstiger Kampfsysteme. Die Zielgruppe der Macher? Erraten: männlich und vor allem an leistungsfähigen PCs oder Spielkonsolen aktiv.

Exzessives Verhalten „nur“ bei Computerspielen?

Fazit und somit zum Kern der „Expertenkritik-Frage“: Selbstredend verdient die Computerspiel-Sucht deren Beachtung – weshalb digitale Spiele auch in unseren, in Teil 2 dieser Kolumnenserie zitierten, beziehungsweise bereits von uns publizierten Berichten, eine Rolle spielten. Doch befürchten weltweit inzwischen immer mehr Kommunikations-Wissenschaftler, Ärzte und Psychologen, dass diese nur ein fragmentaler Teil der (sehr) großen Gesamtproblematik darstellt. Ohne Frage wären nämlich, falls weitere „Medien-Krankheiten“ von der WHO anerkannt werden, von heute auf morgen unzählige Kinder, Teenager und Erwachsene Therapiefälle …

Die Fortsetzung folgt wie immer in Kürze hier!

Die Teams der Stadtapotheke Dornbirn und der Vitalis Austria

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